In gut vier Minuten ins Guinness-Buch?

Von: hfs.
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Simultan ins Guinness Buch: Besonders viele Jugendliche waren unter den 123 Teilnehmern, als auf dem Jülicher Schlossplatz der europaweite Rekordversuch über die Bühne ging. In etwa drei Wochen erfahren sie, ob sie den Eintrag geschafft haben. Foto: hfs.

Jülich. Donnerstagabend 19.35 Uhr, über dem Jülicher Schlossplatz erklingt die Stimme der schwedischen Pop-Ikone Agnes Carlsson „On and On”. Mit dem ersten Akkord tanzen 123 Mädchen und Jungs.

Mit ihnen sind es Tausende in Österreich, Belgien und Holland. Am internationalen Tag des Tanzes wollen sich mit einem Simultan-Massentanzen im Videoclip den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekord sichern.

Initiiert hat das Ganze Andreas Höfer, Inhaber der Tanzschule „An der Zitadelle”. „Die Anmeldezahlen hier in Jülich sind hervorragend. Ich schätze, dass europaweit an die 20.000 Tänzerinnen und Tänzer jetzt dabei sind.” Höfer steht an seinem PC.

Auf die Sekunde genau wird ein Livestream im Internet geöffnet, Agnes ist zu hören, und schon geht´s los. Die jüngste Teilnehmerin in Jülich ist fünf, die älteste 50 Jahre alt. Die meisten von ihnen haben in den letzten drei Wochen nur eines im Kopf: „Videoclip-Tanzen, bis zu dreimal in der Woche haben wir jeweils anderthalb Stunden geübt.” Höfers Ehefrau Johanna ist ebenso in ihrem Element wie die Tänzerinnen Jessica und Heike, die alles im Blick haben. So wie die Eltern und die vielen Omas, die es sich nicht nehmen lassen, ihre Enkel zu bestaunen und ihnen Mut zu machen.

Vor dem Weltrekordversuch - schon 2007 war die Tanzschule Höfer dabei, als im Paartanz mit 144 Teilnehmern in Jülich der Eintrag ins Guinness-Buch mit dem Tanz Chachacha gelang - wurde akribisch die Namensliste abgeglichen, jeder Teilnehmer wurde nochmals registriert und aufgerufen. Als Schiedsrichter konnte Andreas Höfer den Vorsitzenden der Werbegemeinschaft, Wolfgang Hommel gewinnen. Ihm zur Seite stand die Notar-Ehefrau Heike Römer. Beide zählten, Zeit hatten sie, denn „On and On” dauerte exakt 4:06 Minuten, die Zeit, in der europaweit getanzt wurde. Zudem wurde ein Video vom Auftritt auf dem Schlossplatz gedreht. Zusätzlich musste die Liste aller Teilnehmer zur Guinness-Redaktion geschickt werden.

„Am Wochenende dürfte die Teilnehmerzahl von allen Orten eingegangen sein. Ob wir den Eintrag geschafft haben, werden wir in etwa drei Wochen erfahren.” Höfer lauscht ebenso den letzten Versen von Agnes wie die Tänzerinnen und Tänzer. Beim Schlussakkord bricht Jubel aus, von den Teilnehmern selbst, aber mehr noch bei den vielen Zuschauern.

Jülich hat sich bewegt, auf dem Schlossplatz kam Partystimmung auf, es herrschte Spaß. „Nächstes Jahr im November gibt es erneut einen Versuch. Dann wollen wir unseren Teilnehmerrekord aus dem Jahre 2007 toppen”, verabschiedet sich Höfer.

Und viele Kids aber auch Erwachsene strömen in Richtung Tanzschule, gegenüber dem Schlossplatz. „Da wird weiter geübt. Da bin ich mir sicher”, sagt der Tanzlehrer zufrieden.
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