In Aldenhoven gehen die Lichter wieder an

Von: gre/gep
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Aldenhoven. CDU und SPD in Aldenhoven wollen die bisherige Nachtabschaltung von 1 bis 4.30 Uhr , die kurz vor Weihnachten in einigen Ortschaften der Gemeinde eingeführt worden war, wieder rückgängig machen.

Damit besteht im Gemeinde eine mehr als klare Mehrheit, nach der „Probephase“ die Straßen in den kleineren Dörfern nachts wieder durchgängig zu beleuchten..

Die Frauen Union der CDU hat in Dürboslar bei einer Bürgerbefragung eine klare Mehrheit dafür ermittelt, die Straßenbeleuchtung nachts nicht mehr auszuschalten. Bislang, so hieß es, wurden etwa 75 Prozent der Haushalte befragt. Bis auf drei Personen, so hieß es, hätten alle Befragten durch ihre Unterschrift bekundet, dass die Straßenlampen nachts wieder durchgehend eingeschaltet sein sollten.

Stattdessen sei man zum finanziellen Ausgleich mit einem entsprechenden Zuschlag bei der Grundsteuer B einverstanden.

Der Hebesatz liegt nach einer deutlichen Erhöhung im laufenden Jahr bei 453 Punkten.

Die Nachtabschaltung hätte im Jahr zu einer Ersparnis von rund 15 000 Euro geführt. Die Stromrechnung der Gemeinde macht im Jahr durchschnittlich 100 000 Euro unter dem Strich aus.

Wie der CDU-Fraktionsvorsitzender Reinhard Paffen mitteilt, wird seine Fraktion auf der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstag, 31. Januar, ab 18 Uhr im Rathaus einen entsprechenden Antrag stellen, um die Nachtabschaltung rückgängig zu machen.

Die CDU-Fraktion habe die Entscheidung über die Abschaltung, zu der man von der Kommunalaufsicht geradezu erpresst worden sei, nur widerwillig mitgetragen. Inzwischen habe die Union aber, so Paffen, die gravierende Bürgerfeindlichkeit dieser Sparmaßnahme erkannt.

Finanzierung mit Förderung

Für die SPD, so deren stellvertretender Fraktionsvorsitzender Bernd Jansen, sei die „problematische“ Nachtabschaltung ein „Irrweg“. Die Fraktion fordere daher, unverzüglich die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED sowie die Modernisierung der Hallen und Gebäudebeleuchtung anzugehen. Dazu müssten die verschiedenen Finanzierungs- und umfangreichen Fördermöglichkeiten geprüft werden. Jansen: „Gerade Aldenhoven als Stärkungspaktkommune kann nur durch Zukunftsinvestitionen Einsparungen generieren.“ Schon auf der nächsten Ratssitzung müssten „detailliierte Projekte“ auf den Weg gebracht werden.

Es gebe verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten, dazu zählten beispielsweise Kooperationen mit Energieversorgern oder Fördermittel des Bundesumweltministeriums. Auch bei der Hallenbeleuchtung gebe es eine hohe Förderquote. Jansen: „Geringere Betriebskosten in unseren Sporthallen kommen am Ende sowohl unseren Schulen als auch unseren Vereinen zugute, die unter dem Damoklesschwert der Nutzungsgebühren ihre soziale Arbeit gefährdet sehen.“

Die Einsparungen durch die Nachtabschaltung und die Einführung von Hallennutzungsgebühren für die Vereine sind Teil des Haushaltssanierungsplanes, um im Zuge des NRW-Stärkungspaktes Stadtfinanzen zu einer schwarzen Null zu kommen. Allerdings hat die Landesregierung die Konsolidierungshilfe nach einer Neuberechnung für das laufende Jahr um 84 000 gekürzt. Zudem fordert der Kreis Düren für 2013 eine deutlich höhere Kreisumlage. So ist der rechnerische Fehlbetrag im bereits genehmigten Haushalt 2013 in Höhe von 2,39 Millionen Euro längst Makulatur.

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