Linnich - Improvisationstheater: Wo sich Schlangen die Zähne putzen

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Improvisationstheater: Wo sich Schlangen die Zähne putzen

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„Knäckebrot ist hart“ auf Grönländisch singen. Das Improvisationstheater „Fliegender Wechsel“ war selbst dieser Aufgabe gewachsen. Foto: Kròl

Linnich. „Alles ist möglich, nichts ist geplant“, viel versprechend ist diese Ansage des Improvisationstheaters „Fliegender Wechsel“. Und wer mit diesem Genre vertraut ist und schon einmal Improvisationstheater miterlebt hat, der weiß, dass dies auch zutrifft. Rote Rosen für ein Festival der Spontanität.

„Wir sind genauso gespannt wie Sie, denn wir wissen auch nicht, was auf uns zukommt“, gestanden Jürgen Hensche, Wibke Hooge, Marc Weber und Claudia Weber, die ihre zahlreichen Zuschauer im Foyer der LVR-Förderschule Linnich mitnehmen wollten, auf einen Trip durch die Welt der Zufälle, der Improvisation und der Spontanität. Letztere war es dann auch gewesen, der der Auftritt der Theatergruppe in der Schule zu verdanken war.

Ohne Regisseur

Claudia Weber spielt seit vielen Jahren in der Truppe mit, ist aber im „wahren Leben“ ausgebildete Kinderkrankenschwester und als solche an der Förderschule tätig. Sie trat mit ihren Kollegen kostenlos auf, um die Fahrt der Abschlussklassen zu finanzieren. Mit gekommen war auch Sebastian Fuhrmann, der die musikalische Begleitung übernommen hatte. Wer fehlte, war allerdings der Regisseur, denn den gibt es in dem Improvisationstheater nicht. Diese Aufgabe übernimmt das Publikum, und je besser und phantasievoller die Zuschauer sind, je besser wird auch die Show. In Linnich waren sie top, hatten tolle Ideen und lieferten Anregungen, die es in sich hatten.

Es ist schon erstaunlich, was das Team aus den vier Begriffen „Zähneputzen“, „Masseurin“, „Schlange“ und „Gänseblümchen“ alles heraus kitzeln konnte. Und so gab es rasante Szenenwechsel und immer neue Herausforderungen.

Da wurde zum Beispiel die Aufgabe gestellt, den Grand Prix Eurovision nachzustellen und dabei das Lied gleich in der Landessprache zu singen. Doch wie singt man auf transsylvanisch: „Dracula tanzt“ oder auf Äthiopisch: „Mir ist so heiß“ und gar auf Grönländisch „Knäckebrot ist hart“. Die Akteure auf der Bühne schafften es, und bereits zu diesem Zeitpunkt regnete es rote Rosen. Die hatten die Zuschauer an der Kasse erhalten, ebenso wie die Schwämme. Diese Wurfartikel sollten zum Einsatz kommen, wenn ihnen etwas gut gefiel oder mit den Schwämmen ihr Missfallen bekunden. Sie kamen übrigens nur zur Pause und am Ende zum Einsatz, denn auch der beste Theaterabend endet einmal selbst nach vielen Zugaben auch wenn das dem Publikum nicht gefallen wollte.

Übrigens als Improvisationstalent entpuppte sich auch der stellvertretende Schulleiter Konstantin Mertens. Claudia Weber bat ihn als Ko-Moderator bei der Weltmeisterschaft des Betten-Machens auf die Bühne. Mit Bravour meisterte er die Aufgabe und brillierte als Günter Netzer des Betten-Machens.

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