Im Science-College rechnen, bis der Kopf raucht

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Barmen. „Rechnen, bis der Kopf raucht!” So lautet das Motto der Mathematiksamstage im Science College Overbach (SCO). Kinder und Jugendliche kommen seit der Eröffnung im Sommer 2009 regelmäßig nach Barmen, um sich am Wochenende und in den Ferien freiwillig mit Knobeleien und Mathe-Olympiade-Aufgaben zu befassen. Insbesondere für die Jüngsten hatte das SCO im vergangenen Jahr die Angebotspalette erweitert.

Ermutigt durch die positiven Ergebnisse der Initiative „prima(r)forscher” der Deutschen Telekom Stiftung, kooperieren seit Beginn des Schuljahres 2010/11 das Schulamt des Kreises Düren und das SCO. Freitags begeben sich zwei Grundschulklassen in die Schülerlabore und führen spannende Versuche durch, lernen mit wissenschaftlichen Instrumenten umzugehen und Versuchsergebnisse zu präsentieren.

„Wenn man unten nicht anfängt, darf man sich nicht wundern, dass oben nichts ist”, verkündet Annalene Lürken, Schulamtsdirektorin des Kreises Düren zum Auftakt.

Start der „prima(r)forscher”

Zum Projektstart stellte die Deutsche Telekom Stiftung Grundschulvertretern aus dem Kreis Düren die Ergebnisse ihres Pilotprojektes „prima(r)forscher” vor. Seit 2007 geht die Stiftung der Frage nach, wie naturwissenschaftliche Phänomene im Sachunterricht von Grundschulen anschaulich vermittelt werden kön-nen. Für besonders motivierte Grundschulkinder bietet das SCO seit Herbst 2010 einen experimentellen Intensivkurs an. Die Kursreihe mit dem Titel „Kleine Forscher im Fokus” wird vom Overbacher MINT-Verein gefördert.

Überregionale Resonanz erzielten die mehrtätigen Ferienangebote in Overbach. Schulen aller Schulformen, von Castrop-Rauxel bis Simmerath, entsandten 2010 ihre Schülerinnen und Schüler. „Das ist besser als Schule”, kommentierte die 16-jährige Laura der Städtischen Realschule Wesel ihre Erlebnisse.

Im Fokus der Akademien und Ferienfreizeiten standen im vergangenen Jahr Themen wie Mechatronik, Nanotechnologie, Robotik und Mathematik. Übernachtet wurde im pittoresken Wasserschloss und im modernen Gästehaus. Erstmalig wurden auch mehrtägige Workshops ausschließlich für Mädchen angeboten.

Das SCO als Ausflugsziel einer mehrtägigen Klassenfahrt erlebten Kinder einer Grundschule aus dem Siegener Land. Nach zwei Tagen hatten alle Kinder des „Forscher-Camps” erfolgreich ein Brennstoffzellenauto gebaut.

Experimentalkurse, Betriebserkundungen und Forschung live bietet die Junior-Ingenieur-Akademie Jülich. Das Science College ist seit 2010 Projektpartner. Das energieeffiziente Gebäude des SCO wird im Rahmen der Halbjahreskurse selber zum Lehr- und Lernobjekt. Neben der Steuerungs- und Haustechnik bilden Medizintechnik sowie Wetter und Klima die Kursschwerpunkte.

Die regionale Vernetzung der Bildungsangebote wurde 2010 weiter ausgebaut. Seit Schuljahres-beginn 2010/11 ist das SCO Mitglied im zdi-Trägerverein ANTalive, in dem zahlreiche Akteure der Bildungs-, Hochschul- und Unternehmenslandschaft Aachen-Düren kooperieren. Das SCO unterstützt den Ausbau des regionalen zdi-Zentrums Aachen/Düren mit attraktiven Kursangeboten zur Berufsorientierung. So stellten im November beispielsweise Mitarbeiter der Ford Werke Köln und des Ford Forschungszentrums Aachen in Kurzreferaten sehr anschaulich ihre berufliche Karrieren dar. Die jungen Besucher erhielten wertvolle Hinweise zum Studien- und Berufseinstieg in der Automobilbranche (wir berichteten). Die zdi-Initiative des Minis-teriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW will junge Menschen für ein Ingenieur- und naturwissenschaftliches Studium begeistern.

Die Kunst stand am „Tag der Architektur 2010” im Rampenlicht. Die Künstlerin Annette Sauermann stellte in einer Feierstunde der Öffentlichkeit erstmalig ihre Installation „Lichtspiralen” vor. Die Spiralelemente nehmen seitdem das weiße Tageslicht im Forum des SCO auf und lenken es als fluoreszierende, grün leuchtende Konturen auf die Wände und den Boden. Im September war das SCO Gastgeber des Euregionalen Lernfestes. Ein „Entdeckungsparcours für Kopf und Herz” bot Experimente für die ganze Familie. Rund 20 außerschulische Lernorte aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden boten Natur, Kultur und Technik zum Anfassen. Mehrere tausend kleine und große Besucher experimentierten an den Ständen fleißig drauf los. Veranstalter war der Verein der außerschulischen Lernorte in der Euregio Maas-Rhein exploregio.net.
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