Aldenhoven - „Horror-Szenario”: Rohrbrüche lassen die Kühe dürsten

„Horror-Szenario”: Rohrbrüche lassen die Kühe dürsten

Von: Adi Zantis
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So war die Situation: Die Kühe im Stall des Aldenhovener Milchbauern Gebhardt wollten saufen. Aber leider kam kein Wasser aus der Leitung, wie Landwirtssohn Thomas demonstriert. Foto: Zantis

Aldenhoven. Für den Aldenhovener Milchbauer Jakob Gebhardt kommt ein Wasserrohrbruch mittlerweile einem „Horror-Szenario” gleich. Als am ersten Januar-Wochenende die Wasserversorgung des Heinrichshofes wiederum auf diese Weise unfreiwillig unterbrochen wurde, war das innerhalb von acht Monaten mittlerweile der dritte Schaden im Leitungssystem nach Engelsdorf.

Was das für einen landwirtschaftlichen Betrieb mit 75 Milchkühen und 50 Stück Jungvieh bedeutet, kann ein Außenstehender kaum ermessen. Der Wasserbedarf einer Milchkuh liegt bei 80 Litern pro Tag.

Wenn also im Störungszeitraum vom zuständigen Wasserverband nur ein 1000-Liter-Fass Frischwasser zur Verfügung gestellt wird, heißt das noch lange nicht, dass der Notstand beseitigt ist. Mühsam, so erklärte es die Familie Gebhardt, müssen die einzelnen Tiere mit Eimern versorgt werden. Und das alles bei Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt. Ganz zu schweigen von der persönlichen Hygiene oder anderen Bedürfnissen. Zudem seien 1000 Liter Wasser für die Überbrückung der Reparaturarbeiten kaum ausreichend.

Die Landwirte bekommen es auch mit der wachsenden Unruhe unter den Kühen und Rindern zu tun. Wenn sie weniger Flüssigkeit aufnehmen, fressen die Tiere auch weniger, und es komme zu Stress-Situationen mit Folgeschäden.

Mit Blick auf die Versorgungsleitung nach Engelsdorf ist nach Meinung von Landwirt Gebhardt dringender Handlungsbedarf geboten. Es handele es sich um „ein veraltetes und marodes Leitungssystem”. Wenn Rohrbrüche bis zum Ortseingang auftreten, ist immer wieder der Heinrichshof betroffen. Es gibt, so Jakob Gebhardt, einen Vorschlag zum Einbau eines Schiebers, damit die Hof-Versorgung auch bei einem Rohrbruch gesichert ist.

Der Engelsdorfer CDU-Ratsherr Heinz-Jakob Sauer hat Verständnis für die Situation der Familie Gebhardt. Als er den jüngsten Bruch auf dem Radweg ca. 300 Meter vor dem Ortseingang entdeckte, hat er den Notdienst alarmiert.

Nach mehreren Schadensfällen durch Wasser ist laut Heinz-Jakob Sauer mittlerweile auch die Fahrbahndecke durch Risse beschädigt.
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