Hochwasserschutz bleibt eine Hängepartie

Von: gep
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Aldenhoven. Seit nunmehr drei Jahren versucht der Wasserveband Eifel-Rur (WVER), den Hochwasserschutz im Aldenhovener Ortsteil Engelsdorf zu verbessern. Doch Fortschritte gibt es immer nicht nicht.

Es hakt bei den Grundstücksverhandlungen. In Kreisen des Gemeinderats wird befürchtet, dass sich der WVER „raustun” wird. Damit wäre das Projekt gescheitert, denn der Gemeinde fehlten die finanziellen Mittel.

Den Angaben zufolge ist es ein einzelner Grundeigentümer, „der sich sperrt”. Er stelle unerhörte Forderungen, um sich „ungerechtfertigte Vorteile” zu verschaffen. Ginge man darauf ein, würden sich Gemeinde und Wasserverband „womöglich strafbar” machen. „Dieses Spiel geht entschieden zu weit, heißt es.

Zunächst habe der Grundeigentümer im Tausch für die für das Grabensystem erforderliche Fläche die Ausweisung von 4,5 Hektar Bauland gefordert. Dazu sei man bereit gewesen. Die Gemeinde hätte den Flächennutzungsplan entsprechend geändert, doch die Kosten für den Bebauungsplan hätte der Eigentümer übernehmen müssen.

Dann sei ein Tausch von Ackerfläche gegen Ackerfläche (nicht 1:1 sondern ein Mehrfaches) ins Gespräch gebracht worden, doch der WVER habe den verlangten „Tausch auf Probe” abgelehnt.

Vor mehr als drei Jahren hatten in weniger als zwei Stunden rund 70.000 Kubikmeter Schlamm- und Wasser Engelsdorf überflutet, ein alter Mann wäre fast umgekommen. Er hatte als die Wassermassen von hinten auf sein Anwesen strömten, im kalten, 80 Zentimeter hohen Hagelwasser stehend vergebens versucht, das Hoftor zu öffnen. Immer wieder war das 200-Seelen-Dorf von Überschwemmungen heimgesucht worden: 1997, 1998, 1999, Mai 2008, Juli 2008, August 2008 und zuletzt August 2009.

Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) und der Landtagsabgeordnete Josef Wirtz (CDU) hatten daher 2009 Handlungsbedarf beim WVER angemeldet...
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