Linnich - Historie und Moderne: Zwei Ausstellungen Seite an Seite

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Historie und Moderne: Zwei Ausstellungen Seite an Seite

Von: Kr.
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Sie eröffneten gemeinsam die Ausstellung, hier vor werken des Künstlers Fritz Geiges: von links Linnichs Bürgermeister Wolfgang Witkopp, Künstler und „Geburtstagskind“ Klaus Michael Dross und Museumsleiterin Dr. Myriam Wierschowski. Foto: Kròl

Linnich. „… verwandeln deine Künste Glas in Edelsteine“, zitierte Bürgermeister WolfgangWitkopp aus Joachim Ringelnatz‘ Gedicht „An einen Glasmaler“. Den Anlass zu diesem Griff ins literarische Schatzkästchen bot die Ausstellungseröffnung im Deutschen Glasmalerei Museum in Linnich.

Und dieses Gedicht und dieser Satz passten bestens an den Ort und zu den Kunstwerken, die hier zu sehen waren.

Doppelschlag

Zahlreiche Gäste waren wieder einmal gekommen, um diese Vernissage mitzuerleben, zumal es sich gleich um zwei Ausstellungen handelt, die es zu eröffnen galt.

Es ist ein großer Zeitsprung von Fritz Geiges Werken, die unter dem Titel „Vom Historismus in die Moderne“ zu sehen sind und Bestandteil einer Schenkung an das Museum sind, bis zu Klaus Michael Dross Arbeiten „Gläserne Materie und Kosmos“.

Als Künstler, Kopist und Restaurator hat Fritz Geiges eine große Bedeutung für die Kunsthistoriker erlangt. Im 19. Jahrhundert lebend, der Zeit der beginnenden Industrialisierung, wurde das Mittelalter und seine Handwerkskunst besonders geschätzt. Durch seine Arbeit als Kopierer und Restaurator wurde vieles aus dieser Kunstepoche für die Nachwelt erhalten.

Spezieller Charakter

Klaus Michael Dross dagegen widmet sich ganz der modernen Kunst und schafft gläserne Kunstobjekte und Welten mit ganz eigenem Charakter. Er schafft eine ganz andere Glasmalerei, indem er beispielsweise Scheiben mit einem Hammer zertrümmert, gebrauchte Neonröhren als Wandinstallationen verarbeitet. Doch alles ist bei ihm handgefertigt. Jede Kugel, jeder Glasstab ist geblasen, geschmirgelt, geglättet, geschwärzt, geätzt.

Einen Überblick über die Arbeit des längst verstorbenen Künstlers Fritz Geiges und der des Künstlers Klaus Michael Dross, der an diesem Tag nicht seinen 80. Geburtstag feierte, gab Museumsleiterin Dr. Myriam Wierschowski. Bürgermeister Wolfgang Witkopp hoffte, dass die zahlreichen Gäste, die Edelsteine entdecken mögen, die im Haus zu finden waren.

Musikalisch untermalt wurde die Ausstellungseröffnung von dem Gitarristen Lennart Spengler.

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