Hexenturm: Provisorische Lösung nicht sinnvoll

Von: jan
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Diskussion am Unfallort: (v.l.) Margarete Esser-Faber, Ulrich Backhausen, Hubert Breuer und Martin Schulz. Foto: Guido Jansen

Aachen. Eine schnelle Lösung für das Problem Hexenturm gibt es nicht. Der Zeitpla bleibt bestehen: Die Durchfahrt ist bis zum 23. Mai dicht. Daran ändert auch die Forderung von Ortsvorsteherin Margarete Esser-Faber nichts.

„Der Hexenturm muss früher wieder befahrbar sein“, sagte Esser-Faber am Donnerstag bei einem Termin vor Ort. Aus Expertensicht unmöglich – das erklärten der Beigeordnete Martin Schulz und der von der Stadt beauftragte Statiker Hubert Breuer. Jede provisorische Lösung, die den ramponierten Hexenturm stabilisieren könnte, würde genau so lange dauern wie die jetzt geplante Reparatur.

Am 22. April war ein Lastwagen mit dem Aufbau seines Anhängers gegen das Hexentor gefahren und hat einen Stein aus dem Torbogen zerstört. Gesperrt worden ist die Durchfahrt dann erst eine Woche später. „Es war schwer für das Hochbauamt, zu überblicken, was hier alles gemacht werden muss“, sagte Breuer. „Bei solchen Fällen kann schnell eins zum anderen kommen.“

Im Fall des kaputten Torbogens sei das so. Ein solcher Bogen werde instabil, wenn ein Glied in der Kette fehlt. Das ist am Stein direkt über der Aufprallstelle zu sehen, der sich gelockert hat und jetzt mit Keilen und einer Stahlstrebe gesichert wird. In der entstandenen Lücke ist zu erkennen, dass sich hinter der Mauer loses Gestein als Füllmaterial befindet, das jetzt herunterfallen könnte.

Um den Bogen provisorisch zu stabilisieren, müsste ein Stahlbogen angefertigt werden, der von innen angebracht wird. „Wir haben das diskutiert. Das dauert genau so lange wie die Reparatur selbst und würde uns deswegen nicht helfen“, sagte Breuer.

Bei zwei anderen Baustellen will die Stadt den Einzelhändlern entgegenkommen, die von der Sperrung des Turms als Zufahrt zu ihren Geschäften betroffen sind. Ulrich Backhausen, der Sprecher des Vereins Kleine Rurstraße/Grünstraße, kritisierte die wenig verständliche Ausschilderung der Umleitung.

Bisher stand das weiße Schild mit dem roten Punkt direkt vor dem Torbogen in drei Metern Höhe. Jetzt soll es früher zu sehen sein – und auf Augenhöhe. „Außerdem wäre es wichtig, dass man hinter dem Hexenturm in der Kleinen Rurstraße parken kann, so lange gesperrt ist“, sagte Esser-Faber in Richtung der Stadt. Schulz sagte zu, den Einzelhändlern auch hier entgegenzukommen.

Gleichzeitig räumte er ein, dass die Kommunikation der Stadt in Richtung der Geschäftsleute nicht gut gewesen sei. Die Einzelhändler haben erst nach einer Woche erfahren, warum die Durchfahrt durch den Hexenturm gesperrt ist. „Das muss sicherlich besser laufen“, sagte Schulz.

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