Kreis Düren - Herbstsynode bekräftigt Position zum Tagebau

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Herbstsynode bekräftigt Position zum Tagebau

Von: ajo
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V.l.: Jean Marie Kasongo (Generalsekretär der Evangelische Kirche Marokko); Jens Sannig, Anne Marie Teuwissen (Vizepräsidentin Evangelische Kirche Marokko), Susanne Bronner und Hans Joachim Schwabe.

Kreis Düren. „Bis auf einen Beschluss haben wir alle durchbekommen“, zog Superintendent Jens Sannig positive Bilanz aus der Herbstsynode des Kirchenkreises Jülich, die im Haus der Evangelischen Gemeinde Düren tagte. „Lange haben wir über die Frage des dritten Weges diskutiert, und letztlich hat sich die Kreissynode nicht für eine Abschaffung, aber für eine Änderung des dritten Weges ausgesprochen.“

„Es wird auch geprüft, in wieweit das Streikrecht eingearbeitet werden kann“, berichtete der Pfarrer aus Übach-Palenberg und betonte mit Blick auf die Besonderheit des kirchliche Arbeitsrechts: „Der dritte Weg hat seinen Wert.“ Auf Grund des verabschiedeten Beschlusses, konnte sichergestellt werden, dass das Thema nun auf der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland diskutiert werden muss.

Ein weiteres Augenmerk fiel auf die „Regionalsynode Energie“, die Delegierte aus den Kirchenkreisen Aachen, Gladbach-Neuss, Jülich, Köln-Nord und Krefeld-Viersen umfasst. „Wir machen uns den Beschluss, der das Ende des Braunkohlentagebaus fordert und sich gegen die Errichtung weiterer Kohlekraftwerke ausspricht, zu eigen und leiten ihn an die Landessynode weiter“, unterstrich Sannig. „Wir als Kirche möchten uns als Moderator an der Umstrukturierung beteiligen. Wir bieten uns an, den Menschen zur Seite zu stehen, Mitarbeitende in ihren Sorgen zu begleiten“, hob der Pfarrer hervor.

„Auch bezüglich der Flüchtlingsproblematik konnten wir heute einen Beschluss fassen. Wir möchten damit die Euregio auf die Not der Menschen, das Skandalöse ihrer Existenzbedingungen und ihre menschenrechtlichen Ansprüche aufmerksam machen“, stellte der Superintendent heraus. Seit 2010 besteht eine Partnerschaft mit der Evangelischen Kirche Marokko, mit der gemeinsam Flüchtlingsarbeit betrieben wird.

Offen blieb zuletzt der Beschluss zur Unvereinbarkeit von Haupt- und Ehrenamt in der Kirche und der Mitgliedschaft in Parteien oder Gruppierungen, die Fremdenfeindlichkeit, Rassismus oder Antisemitismus fördern oder verbreiten. „Es gibt noch einige Unsicherheiten, die geklärt werden müssen“, erklärte Sannig, „sonst ist die Gefahr einer Ablehnung des Beschlusses zu hoch“.

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