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„Herbstlichter“: Im Park brennt wieder der Baum

Von: Volker Uerlings
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Sind über den Park verteilt außen, aber auch im Brückenkopf (Bild) Lichtinstallationen unter dem Titel „Traumwelten“ zu sehen. In den Vorjahren zeigten sich die Besucher begeistert. Foto: Horrig/Uerlings
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Das „gemischte Doppel“ an der Spitze des Brückenkopf-Parks ist wieder komplett: Dorothee Esser ist im Büro rechts zu finden, Hajo Bülles links.

Jülich. Der Brückenkopf-Park Jülich hat 2014 in die Erfolgsspur zurückgefunden und schreibt wieder „normale“ bis gute Zahlen. Ende September gibt es ein Besucher-Plus von über 20.000. Da Freitagabend eine weit über Jülich hinaus strahlende Veranstaltungsreihe – die abendlichen „Herbstlichter“ – beginnt, dürften bis zum Ende der Hauptsaison die schwarzen Zahlen bleiben.

Die hat die Freizeiteinrichtung bitter nötig, da sie von der Stadt jedes Jahr subventioniert wird und zudem als „Sparziel“ der großen Koalition in Jülich im Fokus steht.

Das dürfte nach der Konstituierung des neuen Aufsichtsrates in wenigen Wochen deutlich werden, der sich dann mit dem Wirtschaftsplan 2015 zu befassen hat. Geschäftsführer Hajo Bülles verriet kein Geheimnis, als er auf Anfrage zwei bekannte finanzielle Eckdaten darlegte. Es ist lange bekannt, dass sich im nächsten Jahr der städtische Zuschuss um 50.000 Euro reduziert.

Zudem müssen zahlreiche Minijobber über den gesetzlichen Mindestlohn entweder weniger arbeiten oder entsprechend entlohnt werden. Der Mehraufwand betrage rund 30.000 Euro, sagte Bülles. Er übt die Geschäftsführung übrigens seit einigen Tagen wieder gemeinsam und gleichberechtigt mit Dorothee Esser aus, die nach längerer Erkrankung ihre Tätigkeit wieder aufnehmen konnte. „Ich habe den Park schwer vermisst“, sagte sie gestern.

Bülles und Esser sehen keine Möglichkeiten, weitere Einsparungen ohne strukturelle Veränderungen vorzunehmen. Hajo Bülles: „Wenn überhaupt, dann sind weitere Einsparungen nur über eine Stellschraube möglich: das Personal.“ Beide Geschäftsführer wollen aber „gemeinsam mit dem Gesellschafter“ nach Lösungen suchen – wie auch immer die aussehen könnten.

Im Park brennt aber zum Glück nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht seit Jahren der „Baum“. Seit gestern darf man das fast wörtlich nehmen, denn Lichtkünstler Wolfgang Flammersfeld und sein Team haben ihre Licht-Installationen natürlich auch in einigen Bäumen platziert. Das zehnköpfige Team arbeitete am Donnerstag bis in den späten Abend, um rechtzeitig vor dem „Herbstlichter“-Start gestern alle Illuminierungs-Objekte an Ort und Stelle zu bringen.

Im vergangenen Jahr lockte das Spektakel fast 16.000 Menschen, die abends über das Gelände spazierten, um die fantasievollen und farbenfrohen Effekte zu sehen.

Diese beliebte Veranstaltung und das für das lange Wochenende angekündigte ordentliche Wetter sorgen bei den Verantwortlichen des Brückenkopf-Parks also für verhaltenen Optimismus.

In den ersten neun Monaten verzeichnete die städtische GmbH auf dem Gelände 20 500 verkaufte Tageskarten mehr als im Vorjahr (insgesamt 125.600) und auch ein Plus von 20 300 Besuchern insgesamt (157.000/inklusive Dauerkarteninhaber und eintrittsfreie Kinder). Allein die Zahlen des Parkfestes am vergangenen Wochenende können sich laut Heinrich Horrig, Chef vom Dienst, „sehen lassen“. Samstag und Sonntag kamen fast 8000 Mensch zur Veranstaltung. Dieser große Andrang sorgte auch für Parkplatzknappheit, so dass Gäste ihre Autos sogar auf dem Nordwestring abstellten. „Wir müssen das Parkkonzept überarbeiten“, sagte Hajo Bülles. Diese Äußerung ist zweideutig, denn sie passt auf abgestellte Autos ebenso wie auf weitere Sparmaßnahmen...

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