Helmholtzzentrum Jülich erhält Außenstelle in Erlangen

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Harald Bolt (3.v.r.) und Achim Bachem (2.v.r.) bei der Enthüllung des Institutsschilds. Foto: Forschungszentrum

Jülich/Nürnberg. Den erneuerbaren Energien kommt eine zentrale Schlüsselrolle zu, damit die Energiewende in Deutschland ein Erfolg wird. Um die großen Herausforderungen auf dem Gebiet von Forschung und Entwicklung anzugehen, hat das Forschungszentrum Jülich mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und dem Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) eine Kooperation ins Leben gerufen: das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (HI ERN).

In Anwesenheit von Bundesforschungsministerin Prof. Johanna Wanka und drei bayrischen Staatsministern ist am Dienstag in Nürnberg der Kooperationsvertrag zwischen den drei Partnern unterzeichnet worden.

Kernstück der Kooperation ist das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg, wo die drei Partner ihre Kompetenzen auf dem Feld der regenerativen Energien zusammenführen. Das neue Institut, das auf dem Südgelände der Universität in Erlangen entsteht, wird als Außenstelle des Forschungszentrums Jülich betrieben und soll mittelfristig 40 bis 50 Mitarbeiter haben.

Der Freistaat Bayern beabsichtigt, einen Forschungsneubau für das Institut zu finanzieren und in der Gründungsphase zusätzlich über einen Zeitraum von fünf Jahren den laufenden Betrieb zu unterstützen. Die Helmholtz-Gemeinschaft, die Anfang Juni durch eine Entscheidung ihres Senats grünes Licht für die Gründung des Instituts in Nordbayern gegeben hatte, fördert die Einrichtung mit jährlich 5,5 Millionen Euro für Personal, Betrieb und Investitionen.

Inhaltlich befasst sich das HI ERN zunächst mit zwei großen Schwerpunktthemen: der Erforschung druckbarer Photovoltaik und innovativen Methoden zur chemischen Energiespeicherung über Wasserstofftechnologien – beides zentrale Fragen, wenn es um die breite und kostengünstige Nutzbarmachung von erneuerbaren Energien und den Erfolg der Energiewende geht.

Die beiden Helmholtzzentren in Jülich und Berlin steuern ihre Expertise auf den Gebieten der Materialforschung für solare Technologien sowie für die Erzeugung von Wasserstoff aus erneuerbarer Energie bei. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Systemtechnologien rund ums Thema Wasserstoff. Die FAU wird ihre anerkannte Material- und Prozessforschung für die Erforschung und Entwicklung erneuerbarer Energiesysteme in das HI ERN einbringen.

Bundesforschungsministerin Wanka: „Forschung ist der Schlüssel, um die Energiewende erfolgreich zu gestalten und den Anteil erneuerbarer Energien schnell zu steigern. Das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg hat sich mit der Materialforschung und den Speichertechnologien zwei strategisch besonders wichtige Themen vorgenommen, bei denen wir neue Erkenntnisse erwarten. Ich freue mich, dass auf diesem wichtigen Feld universitäre und außeruniversitäre Kompetenzen gebündelt werden.“

Die Zusammenarbeit zwischen Jülich, Berlin und der FAU wird sich unter anderem auf gemeinsame Berufungen, Forschungsprojekte sowie den Austausch von Mitarbeitern und Studierenden auswirken. Mit dem Jahresetat von 5,5 Millionen Euro sollen neben vier Professuren auch zwei Nachwuchsgruppen finanziert werden.

Der neue Forschungsbau wird auf etwa 2500 Quadratmetern Labors und Büros für die neuen Wissenschaftler beherbergen. „Das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg soll dazu beitragen, entscheidende Forschungsimpulse für das Gelingen der Energiewende in Deutschland zu entwickeln“, so Prof. Harald Bolt, Mitglied des Vorstands des Forschungszentrums Jülich. Am Standort Erlangen-Nürnberg gebe es ideale Bedingungen für die Forschung rund um das Thema erneuerbare Energien.

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