Inden - Heimische Braunkohle kann das Erdöl ablösen

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Heimische Braunkohle kann das Erdöl ablösen

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Wertvoller Rohstoff: Dürener
Wertvoller Rohstoff: Dürener Sozialdemokraten im Tagebau Inden, darunter Peter Münstermann (2.v.l.) und Dietmar Nietan (3.v.l.). Ebenfalls im Bild Tagebaudirektor Arthur Oster (5.v.l.)
Foto: Tagebaudirektor Arthur Oster (5.v.l.)

Inden. „Mit Braunkohle kann man wesentlich mehr machen, als sie nur verbrennen.” Das hat der der Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan (SPD) nach einem Besuch der SPD-Düren im Tagebau Inden der RWE Power betont.

Im Gespräch mit dem Tagebaudirektor Arthur Oster über die Zukunft der Braunkohle wurden die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten der Braunkohle angesprochen. „Braunkohle ist ein wertvoller Rohstoff. Er könnte zum Beispiel als Ersatz für erdölbasierte Produkte in der chemischen Industrie eingesetzt werden”, griff Peter Münstermann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD im Kreis Düren, einen Vorschlag auf.

Auch könne Kohlendioxid mit Hilfe des CCS-Verfahrens abgeschieden werden und der chemischen Industrie zur Verfügung stehen, die Kohlendioxid für bestimmte Prozesse benötige.

CCS steht für Carbon Capture and Storage). Von dieser Technologie der Kohlendioxid-Abscheidung und -Speicherung wird ein erheblicher Beitrag zum Klimaschutz erwartet.

Beitrag zum Klimaschutz

Denn bei der herkömmlichen Verbrennung fossiler Rohstoffe wie Kohle gelangen große Mengen Kohlendioxid mit den Verbrennungsabgasen in die Atmosphäre. Dort wirkt es als Treibhausgas und ist Hauptursache der globalen Erwärmung. Eine wichtige Maßnahme zum Klimaschutz ist daher die Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen insgesamt.

Mit Hilfe der Carbon Capture and Storage-Technologie (CCS) können fossile Energieträger verbrannt werden, ohne dass Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt. Es wird stattdessen aus den Abgasen herausgefiltert, verflüssigt und unterirdisch gespeichert - oder weiterverarbeitet werden, denn aus der „Abfallchemikalie” Kohlendioxid können Zwischen- und Endprodukte hergestellt werden.

Der Bundestagsabgeordnete Nietan folgert daraus: „Wir müssen es im Rheinischen Revier schaffen, diese Möglichkeiten der Braunkohle auszuschöpfen. Bis dahin ist es noch ein gutes Stück weg. Die Landesregierung hat aber mit dem Innovationsprogramm Rheinisches Revier die Klammer geschaffen, solche Prozesse im Rheinischen Revier gemeinschaftlich zu organisieren.”
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