Heiligabend einkaufen: Gaben auf den letzten Drücker

Von: Thomas Mauer
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Zunehmend mehr Käuferinteresse finden E-Books-Reader. Die leichten eleltronischen Geräte speichern hunderte Bücher und ersetzen damit ganze Bibliotheken. Foto: Mauer

Jülich. Durchweg zufrieden sind die Einzelhändler in Jülich mit ihrem Weihnachtsgeschäft. Gerade in den letzten Tagen erwarten sie jedoch noch einen Sturm derjenigen, die „auf den letzten Drücker” ihre Geschenke erstehen.

„Unsere Geschenkpackungen sind weitestgehend weg,” zeigte sich Geschäftsführerin Ellen Kilian in der Parfümerie Becker zufrieden. Die Renner in diesem Jahr waren für die Damen die Düfte von Gucci oder Paco Rabanne, bei den Herren das Eau de Toilette von Davidoff. Die Regale sind gut gefüllt mit potentiellen Geschenken.

Gefragt wird von Frauen häufig nach neuen Düften, die Männer sind eher ein wenig konservativ. Beratung steht bei beiden Geschlechtern hoch im Kurs. Dazu hat die Parfümerie an Heiligabend bis 14 Uhr geöffnet.

„Bei uns kommen die Kunden immer auf den letzten Drücker, wir sind das gewohnt.” Geschäftsführer Wolfgang Hommel kennt den Stress in seiner Buchhandlung gerade vor den Festtagen. „Gerade die Tage unmittelbar vor dem Fest sind die stärksten.” Auch die Buchhandlung Fischer ist zufrieden mit den Umsätzen, lediglich die Witterung hat für zeitliche Leeräume gesorgt. Dort bekommt der Kunde auch bis Heiligabend sein Wunschbuch, allerdings muss es einen Tag vorher bestellt sein. Bis 13 Uhr hat das Geschäft am Freitag geöffnet. „Wir werfen niemand hinaus, der kurz vor Ende eintritt.”

Mit zusätzlichem Personal konnte der Ansturm bislang gut bewältigt werden, gefragt sind besonders Ken Folletts neues Werk, aber auch Sachbücher. Die Jugend hat sich in diesem Jahr für „Smaragdgrün von Kerstin Gier entschieden. Geschäftsführer Hommel stellt aber auch in steigendem Maße die Nachfrage nach E-Books und E-Book-Readern als elektronischer Bibiliothek fest. „Noch nicht alle Verlage haben dieses Medium für sich entdeckt, und auch die Reader sind gewöhnungsbedürftig,” sieht er weiteren Entwicklungsbedarf aber auch Potential.

Bis 14 Uhr an Heiligabend hat auch das Kinderhaus Halking geöffnet. Spezialisiert auf die ersten Lebensjahre sind Spielzeug, aber auch Bekleidung zu finden. Der Renner in diesem Jahr war jedoch etwas ganz anderes. „Unsere Schlitten sind seit Mitte Dezember alle weg,” freut sich Petra Halking. „Wir hätten noch deutlich mehr verkaufen können.”

Ab der Geburt sind Geschenke im Kinderhaus zu haben. Vom Schmusetuch über das Steif-Tier bis zum Dulo-Baustein verläuft das Kundeninteresse. Die Kurzentschlossenen müssen sich allerdings an den Ladenbeständen orientieren, eine Bestellung kann erst nach den Feiertagen erfüllt werden.

Deutliche Rückgänge verzeichnet Geschäftsführerin Karin Schnitzler im Telefonladen. Es gebe durchaus ein Weihnachtsgeschäft, aber merklich weniger als im Vorjahr. „Inzwischen hat fast Jeder ein Handy, das Zweitgerät ist noch nicht so verbreitet.”

Dennoch hat das Geschäft am Freitag bis 14 Uhr geöffnet. Und wer sein Gerät dann erst mit einer Prepaid-Karte erwirbt, kann ziemlich sicher sein, auch unter dem Tannenbaum telefonieren zu können.”
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