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Hausärzte prüfen das Schlaganfall-Risiko

Von: ojo
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Jülich. In vielen Lebensbereichen gilt: Bevor das Schlimmste eintritt, sollte man versuchen, es zu verhindern. Das ist gilt in besonderem Maße, wenn es um die Gesundheit geht. „Die Aufgabe des Hausarztes fängt an vor dem Schlaganfall, nicht erst, wenn er da ist“, sagt. Dr. Manfred Imbert.

Der Facharzt für Allgemeinmedizin in Aldenhoven ist einer der Referenten des 23. Forums Medizin mit dem Thema „Schlaganfall – Diagnostik und Behandlung“, das am Donnerstag, 14. November, stattfindet. Konkret bedeutet das: Risikofaktoren erkennen, diese mit dem Patienten zu besprechen und zu eliminieren.

Die Hauptrisikofaktoren sind zu hoher Blutdruck, hohe Fette, Zuckererkrankung und nicht zu vergessen: familiäre Belastung. Diese Parameter werden in einer Vorsorgeuntersuchung, dem Check-up 35, komplett abgedeckt, Je geringer das Risiko, desto länger ist das Leben. „Bluthochdruck ist der Hauptfaktor, der schwer erkennbar ist, weil er häufig keine sichtbaren Symptome hat.“

In der Mehrzahl ist Bluthochdruck medikamentös behandelbar. Aber es bleibt in vielfach nicht bei einem Risikofaktor. Die Summe erhöht die Gefahr. „Es ist oft ein Problem, dass die Reduzierung der Risikofaktoren eine Veränderung der Lebensweise oder der Lebensgewohnheiten nach sich zieht.“ Das werde „vielfach nicht gern gehört“. Ziel sei es, gerade die jungen Leute frühzeitig zu erwischen, bevor die Gefäße Schaden nehmen.

Bei der Risikoabwägung stützt sich der Hausarzt unter anderem auf die Langzeitblutdruckmessung, auf die Ultraschalluntersuchung der Durchblutung der Beine, die Arteriendicke und natürlich die Blutwerte. Maßgabe: „Bei Vorliegen von Risikofaktoren sollte man diese minimieren.“

Der Hausarzt steht seinem Patienten immer noch am nächsten. „Hausärzte sind die Gatekeeper“, formuliert es Imbert, die Torwächter, die erkennen, auf welchen Weg sich der Patient befindet. Sie klären Symptome ab und führen sie zur Diagnose zusammen. Es sei wichtig, so Imbert, darauf hinzuweisen, „dass die Symptome des Schlaganfalls nicht unbedingt Schlaganfall sein müssen“.

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