Haus Overbach: Schulleiter wird pädagogischer Geschäftsleiter

Von: hfs.
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In die Gratulantenschar reihten sich auch die Bürgermeister der Nachbarkommunen ein, die dem ehemaligen Schulleiter Heinz Lingen (l.) für die gute Zusammenarbeit dankten und für die Zukunft alles Gute wünschten. Foto: hfs.

Barmen. Das Gymnasium Haus Overbach braucht einen neuen Schulleiter. Vorläufig übt Studiendirektor Thorsten Vogelsang das Amt kommissarisch aus. Zeitgleich suchen die Salesianer als Schulträger einen Nachfolger für Oberstudiendirektor Heinz Lingen.

Der wurde 25 Jahren Tätigkeit an der Spitze verabschiedet und gleichzeitig als neuer pädagogischer Geschäftsleiter der Bildungseinrichtungen willkommen geheißen. Wenn man so will wechselt Heinz Lingen nur das Büro, seine künftige Arbeitsstelle wird die gleiche bleiben. Dass er dennoch mit einer so großen Abschiedsfeier bedacht wurde, liegt in der Wertschätzung von Orden, Lehrerkollegium, Eltern- und Schulpflegschaft begründet.

Einige hundert Gäste begrüßt

„Meinen Sie mich?“, fragte Lingen in die Festversammlung, an deren Ende er selbst das Wort ergriff. Sichtlich bewegt, denn es waren einige hundert Gäste gekommen, Freunde, Bekannte, Weggefährten, Politiker, Schulleiter oder aber jene Entscheidungsträger, mit denen er in seinen 25 Jahren Wirken um die Sache gestritten hat. Die Sache, dies war und bleibt Haus Overbach, das Gymnasium mit seinen Schülerinnen und Schülern, mit all jenen, die den Geist der Salesianer verbreiten.

„Sie alle haben ein breites und vielfältiges Bild in ihren persönlichen Ansprachen gezeichnet, haben meine Schwächen und Eigenheiten erkannt und beschrieben“, dankte Lingen für viele persönliche Gesten und auch Anekdoten, die von den Festrednern bemüht wurden.

Dass Lingen 1980 als gerade einmal 36-Jährigem die Schulleitung in Haus Overbach angetragen wurde, sei – so sagte es jedenfalls Pater Thomas Vanek als Provinzial des Ordens – schon etwas Besonderes gewesen. „Aber rückblickend betrachtet ein Glücksgriff“, meinte er, denn schließlich habe Lingen vor der schweren Aufgabe gestanden, eine katholische Schule zu reformieren, sie in ein humanistisches Bildungssystem zu überführen. „Was Haus Overbach anbelangt, hatten sie Visionen, die immer auf den aktuellsten Wissensstand ausgerichtet waren. Sie haben unsere Schule weit über die Region bekannt gemacht. Auch wenn wir sie als Schulleiter verlieren, gehen wir mit ihnen als neuem pädagogischen Geschäftsleiter optimistisch in die Zukunft.“

Auch Wolfgang Habrich, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft katholischer Schulen in freier Trägerschaft im Bistum Aachen, würdigte die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Schulleiter, dem die „Zukunftsplanung seiner Bildungseinrichtung immer im Vordergrund gestanden habe.“ Und Thorsten Vogelsang, als kommissarischer Schulleiter in der Nachfolge, fand nur lobende Worte. „Ich habe in den vier Jahren an ihrer Seite viel gelernt“, sagte er.

Unisono schlossen sich dem die beiden anderen „Co-Piloten“ an, die Lingen in 25 Jahren Amtszeit zur Seite standen. Pater Manfred Carduck, der 14 Jahre Stellvertreter war, sowie Lothar Hesse, der sieben Jahre lang an der Seite von Lingen arbeitete, mit ihm gemeinsam das vielbeachtete Science College aus der Taufe hob.

Daran erinnerte auch FH-Rektor Prof. Marcus Baumann. „Diese Gründung war und ist genau der richtige Weg, Interessenten für Fächer wie Mathematik, Physik, Informatik oder Technik bei Schülern, unseren künftigen Studenten, zu entwickeln“, versprach Baumann weiterhin jegliche Unterstützung.

Dass die Abschiedsfeier musikalisch von Overbacher Schülern gestaltet wurde, versteht sich von selbst. Sie waren es auch, die eingangs die Messfeier begleiteten, an deren Ende es für alle schulfrei gab.

Derweil ging es für die geladenen Gäste ins Science College, wo Heinz Lingen zahlreiche Hände schüttelte – als Abschieds- oder als Willkommensgeste.

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