Jülich - Haus in der Innenstadt fliegt in die Luft

Haus in der Innenstadt fliegt in die Luft

Von: Volker Uerlings und Manuela Horrig
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Eine gewaltige Explosion verwüstete gestern Abend dieses Haus in der Siemensstraße. Teile der Grundmauern wurden zerstört, die Dachziegel komplett abgedeckt. Foto: Horrig

Jülich. Kurz vor 17.30 Uhr hat am Sonntagabend ein gewaltiger Knall die Menschen in Jülich erschreckt, der bis in die Innenstadt deutlich zu hören war. In einem Einfamilienhaus in der Siemensstraße hatte es eine heftige Explosion gegeben.

Die Einsatzkräfte sahen bei ihrem Eintreffen eine regelrechte Trümmerlandschaft. Auflodernde Flammen, Unmengen von Rauch, aber auch Staub machten das Atmen in unmittelbarer Nähe schwer.

Nach kurzer Zeit war klar: In dem Gebäude befanden sich zum Zeitpunkt der Detonation zum Glück keine Menschen. Aber natürlich standen auch die Nachbarn in der kleinen Straße mit einigen noch recht jungen Häusern unter Schock.

Gegen 19 Uhr bestätigten die Rettungskräfte: Es wurden keine Menschen verletzt. Das Haus soll zuletzt von einer Frau bewohnt worden sein, die aber zum Zeitpunkt der Katastrophe nicht vor Ort gewesen sei.

Glück im Unglück hatte ein Hund: Er überlebte die Explosion mit leichten Verletzungen, die beim Tierarzt behandelt werden konnten.

Ursache der Explosion war vermutlich eine Gasexplosion, an der Unglücksstelle hatte es nach Gas gerochen. Ein Polizeisprecher sagte am Montag, die Detonation sei so heftig gewesen, dass sie Mauerteile nach außengedrückt und das Dach des Reiheneckhauses abhoben hat. Kurz darauf stand das etwa zehn Jahre alte Gebäude in Flammen. Es entstand ein Schaden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro.

Die Ermittlungen der Polizei dauerten aber noch an. Zwei Nachbarhäuser wurden leicht beschädigt. Acht Anwohner mussten sicherheitshalber außer Haus übernachten.

Die Jülicher Wehr rückte mit allen verfügbaren Kräften in der Siemensstraße an und hatte bis in den späten Abend alle Hände voll zu tun. Die Ermittlungen zur Ursache liefen an. Dabei wurden auch Gasmessungen in der Kanalisation vorgenommen.

Später äußerte sich Polizeipressesprecher Ralf Meurer vor Ort: Unbestätigte Vermutungen gingen in Richtung einer defekten Gasversorgung.

Darüber wurden auch die Nachbarn vorsorglich in Kenntnis gesetzt wurden. Sie mussten danach ihre Häuser verlassen, weil sich Mitarbeiter der Stadtwerke auf die Suche nach einem möglichen Leck in den Versorgungsleitungen machten.

Deutsches Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk bauten ein Zelt auf. Notfallseelsorger betreuten die Besitzerin, die zu den Resten ihres Zuhauses eilte und natürlich unter Schock stand.

Auch der Jülicher Bürgermeister Heinrich Stommel machte sich ein Bild von der Lage.
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