Inden - Hauptschule Inden „ist in keiner Weise gefährdet”

Hauptschule Inden „ist in keiner Weise gefährdet”

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Technik-Spezialist und Konrektor Helmut Gülden (vorn) zeigt Kollegen, Vertretern des Trägers und der Schulaufsicht den nagelneuen Computerraum, in dem die Schüler den Erfolg ihrer Arbeit am PC gleich am pneumatischen Modul überprüfen können. Foto: Uerlings

Inden. Die GHS Inden muss etwas Besonderes sein. Als Hauptschule auf dem Land hat sie vergleichsweise hohe Schülerzahlen. Als einzige weiterführende Schule der Gemeinde ist sie über Jahrzehnte nie stiefmütterlich behandelt, sondern ordentlich ausgestattet und unterhalten worden.

Und als offenbar attraktives Ganztagsangebot in günstiger geographischer Lage hat sie inzwischen einen Einzugsbereich, der 13 Grundschulen umfasst, was wohl seinesgleichen sucht. Nicht nur diese Tatsachen nahmen Vertreter von Schule, Träger und Kreis zum Anlass, die Säulen des Erfolges einmal vorzustellen, zumal ja einige Hauptschulen mittelfristig um ihre Existenz fürchten.

Diese Sorgen teilen die Indener „Insider” nicht, aber auch nicht die Schulaufsicht im Kreishaus. Schulrat Josef Lemoine: „Der Standort Inden ist in keiner Weise gefährdet. Ich weiß um die wertvolle Arbeit, die hier geleistet wird.” Die Schule kümmere sich einfach um Kinder und Jugendliche, die durch das System gereicht werden, und auch um die, die sich zu verabschieden drohen”, so Lemoine.

Damit spielt er auf die „Schulpflichtüberwachung” an, die an der GHS praktiziert wird. Wenn Schüler dem Unterricht fernbleiben, werde schon nach dem ersten Tag nachgefragt, was los ist. Besteht der Verdacht, dass sich Jugendliche der Schulpflicht verweigern, werde das Gespräch mit ihnen und den Eltern gesucht, wie Barbara Brüsselbach erläutert.

Die Hauptschule steht aber auch im Kontakt mit dem Kreis-Gesundheitsamt, das die Schulfähigkeit prüfen kann. Mit ganz wenigen Ausnahmen greifen die Maßnahmen in Inden, erklärte auch Schulleiter Jürgen Rudig. Schulrat Lemoine verdeutlicht die Wichtigkeit der Überwachung: „Hier geht es um Schlüsselqualifikationen für die Berufswelt.”

Die Vorbereitung auf den Job ist ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit an der GHS. Das Instrumentarium ist breit gefächtert. Die „BUS”-Klasse (Beruf und Schule) stellt ein Beispiel dar. Von den 20 Schülerinnen und Schülern, die den Abschluss nach Klasse 9 erlangen, seien „70 Prozent gut untergebracht”.

Das „BOB” (Berufsorientierungsbüro) koordiniert „alles, was mit Berufsorientierung zu tun hat”, sagte Frank Mürkens. Praktika ab dem 7. Schuljahr, die Partnerschaft mit Betrieben wie der Pierer Firma Löwenkamp und die Verzahnung mit der Agentur für Arbeit sowie die Beratung von Schülern und Eltern bilden die Grundlagen der vielschichtigen Arbeit.

Ein Glücksfall sei es auch, dass mit Konrektor Helmut Gülden ein ausgewiesener Spezialist im Fach Technik in der GHS unterrichtet, aber auch im gesamten Kreis die Kollegen schult und unterstützt. „Neben Deutsch, Mathe und Englisch ist Technik das vielleicht wichtigste Fach in der Hauptschule”, ist nicht nur Gülden überzeugt.

Dass die Talente der Jungen und Mädchen, aber auch die Kernkompetenzen ausgebildet werden, soll an der Indener Einrichtung Förderkonzepte vom ersten Schultag an sicherstellen. Ständige Tests, flexibler Unterricht und gezielte Unterstützung bei Schwächen gehören zum Instrumentarium. Da werden - mit Hilfe von Honorarkräften - auch mehr Mathestunden gegeben, als es die Stundentafel vorsieht. „Die Mathematik-Note ist nämlich sehr ausschlaggebend”, weiß Angelika Imkamp-Klein vom Schulleitungsteam.

Die „Penne” an der Merödgener Straße erstrahlt quasi in alt-neuem Glanz. Sie ist im wesentlichen kernsaniert und mit etlichen neu eingerichteten Räumen auf moderne Erfordernisse eingestellt. Diese Investitionsbereitschaft von Rat und Verwaltung - beim Ortstermin vertreten durch Bürgermeister Ulrich Schuster und Amtsleiter Heinrich Unterberger - hat Rektor Jürgen Rudig beeindruckt. Er ist jetzt gut ein Jahr an der GHS Inden, die selbst wiederum einen runden Geburtstag feiert: Sie wird 40 und ist im Herzen jung geblieben. Gefeiert wird am 10. Juli.
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