Hasselsweiler - Hasselsweiler: Säuleneichen ersetzen die gefällten Platanen

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Hasselsweiler: Säuleneichen ersetzen die gefällten Platanen

Von: hfs.
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Hasselsweiler. Als der Rat der Gemeinde Titz im Februar dieses Jahres mehrheitlich beschloss, die 17 Plantanen in der Ortsdurchfahrt Hasselsweiler fällen zu lassen, herrschte Unmut in großen Teilen der Bevölkerung vor.

Nicht zuletzt deshalb, weil damit die Allee, die als Wahrzeichen von Hasselsweiler galt, verschwinden sollte.

Doch in Anbetracht der Ausbaumaßnahmen an der Kreisstraße 5 sahen die Ratsmitglieder keine anderen Möglichkeit, als die über 20 Jahre alten Bäume entfernen zu lassen. Sie sollten aber durch standortgerechte Hölzer ersetzt werden. Es werden, das legte der Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt fest, Säulen-Stieleichen sein, die künftig die K 5 säumen werden.

Eine Baumart, die seinerzeit schon vom eingeschalteten Gutachter empfohlen worden waren. Auch der hatte sich damals dafür ausgesprochen, die Plantanen zu entfernen. Damit von Anfang der Neuanpflanzung an der bis dahin schöne Alleencharakter der Plantanen einigermaßen sichtbar bliebe, votierte der Gutachter dafür, größere Bäume anpflanzen zu lassen. Einer Empfehlung, der nun der Ausschuss nachkam.

Um in der Herbstpflanzperiode die Neuanpflanzungen auch vornehmen zu können, wird nun der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung sicherlich der Empfehlung der Ausschussmitglieder folgen.

Die Säulen-Stieleichen sind, gegenüber den Plantanen, eine schlanker wachsende Baumart.Auch Pyramideneiche genannt, stammt sie ursprünglich aus den urwaldartigen Eichen- und Buchenwäldern der Rhein-Main-Ebene bei Harreshausen, wo jetzt noch eine rund 570 alte Säuleneiche steht. Die Seitentriebe dieser Eichenform wachsen nicht wie bei der gewöhnlichen Stieleiche mehr oder weniger in die Horizontale, sondern straff aufwärts.

Sie eignet sich mit ihrer schmalen Krone besonders für Alleen, dichte Bebauungen sowie größere Gärten und Parkanlagen. Sie gedeiht sehr gut an sonnigen Standorten. Dabei ist sie gegenüber fast jedem Boden tolerant und verträgt auch längere Überschwemmungen, jedoch, und darauf weisen die Fachleute hin, keine Absenkung des Grundwassers. Aus den Samen gedeihen die Eicheln, die in früheren Zeiten als Tierfutter Verwendung fanden.

Wenn die Bäume in Hasselsweiler angepflanzt werden, haben sie bereits einen Stammumfang von bis zu 18 Zentimeter. Und sie sind, wie Ortsvorsteher Robert Holzportz betonte, schon dreieinhalb bis vier Meter hoch. Die Bäume kosten pro Stück rund 580 Euro, die Gesamtkosten in Höhe von rund 10.500 Euro werden überplanmäßig im Haushalt der Gemeinde bereitgestellt.

Um die Platanen hatte sich eine lebhafte Diskussion entwickelt. Während die CDU auf die hohen Kosten für Wurzelschäden, die Gefahrt von Windbruch und Pflanzenkrankheiten verwiesen hatte, hatten die Grünen etwa ins Feld geführt, dass möglich sei, alten Baumbestand auf Gehwegen trotz eingetretener Schäden durch Wurzelwuchs zu erhalten.
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