Jülich - Gymnasium Zitadelle: 150 Schüler stellen Theaterfestival auf die Beine

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Gymnasium Zitadelle: 150 Schüler stellen Theaterfestival auf die Beine

Von: spl
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Shakespears Helden haben viele
Shakespears Helden haben viele Konflikte zu bewältigen. Die Schüler der Zitadelle nehmen sich seinen komplizierten Stücken an. Foto: Plahm

Jülich. „Das Fach Literatur erfreut sich größter Beliebtheit bei uns an der Schule, seit Jahren”, sagt Schulleiter Charly Kreiner. Das große Interesse an Schauspiel und Theater führt in diesem Jahr dazu, dass die Zitadelle gleich ein ganzes „Theaterfestival” veranstaltet.

Vom 9. Mai bis zum 26. Juni werden in insgesamt neun Aufführungen sechs verschiedene Stücke von über 150 Schülern inszeniert. Grund für die große Teilnehmerzahl ist aber nicht nur das außerordentliche Interesse, sondern auch der Doppeljahrgang, bedingt durch G8, in der Jahrgangsstufe 12/Q1.

„Wir haben zum Glück einen großen Stamm an Kollegen, die dieses Fach anbieten”, erklärt der Schulleiter. Angeleitet und unterstützt von vier Lehrern bringen die jungen Talente ausschließlich Theaterklassiker auf die Bühne. Von Dürrenmatt bis Shakespeare können sich die Zuschauer von Stücken mit Tiefgang begeistern lassen.

Dass es dabei nicht immer einfach ist, Jugendliche für anspruchsvolle Werke zu begeistern, weiß Lehrer Pedro Obiera. „Die Vorstellung von Theater ist natürlich sehr stark vom Fernsehen geprägt. Da spielen die Comedy-Kultur oder Soaps eine große Rolle.” Alle beteiligten Lehrer betonen aber, dass sich die Schüler trotzdem von Stücken mit Tiefgang überzeugen ließen oder sie teilweise sogar selbst vorschlagen.

Gerade bei Dürrenmatt würden die Jugendlichen oft erst während der intensiven Beschäftigung mit dem Werk die Wirkung der Groteske richtig einschätzen lernen, erklärt Lehrerin Jessica Brennecke. Um dem Jülicher Publikum überzeugende Inszenierungen darbieten zu können, geht es in den Kursen seit Beginn des Schuljahres ähnlich zu wie beim professionellen Theater.

Von Vorsprechen, über Requisitenauswahl und Ausarbeitung der Inszenierung bis hin zur bühnenreifen Aufführung stecken Schüler und Lehrer weitaus mehr Zeit in die Vorbereitung als die vorgesehenen drei Unterrichtsstunden pro Woche. Die Mühe lohnt sich. In der 440 Jahre alten Schule hat Theaterspielen eine lange Tradition. Wer sich von den schauspielerischen Leistungen der Schüler selbst überzeugen und einen aufregenden Theaterabend erleben möchte, kann das an folgenden Terminen tun.

Das Theaterfestival beginnt am Mittwoch, 9. Mai, 19.30 Uhr, im PZ des Gymnasiums Zitadelle mit Georg Büchners Komödie „Leonce und Lena”, unter Anleitung von Ernst Fettweis. Die Aufführung wird am Donnerstag, 10. Mai, ebenfalls um 19.30 Uhr wiederholt. Weiter geht die Theaterreise am 22. und 23. Mai, 19.30 Uhr in der Stadthalle, mit „Zum Teufel mit der Vernunft...” nach Christian Dietrich Grabbes Lustspiel „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung”. Verantwortlicher Lehrer ist hier Pedro Obiera.

An Frank Wedekinds „Frühlings-Erwachen” haben sich die Schüler von Dr. Ruth Spiertz gewagt. Sie treten am Mittwoch, 30. Mai, um 19.30 Uhr in der Stadthalle auf. Jessica Brennecke hat mit ihren Schülern Shakespeares Komödie „Der Widerspenstigen Zähmung” eingeübt. Aufführung ist am Dienstag, 12. Juni, um 19.30 Uhr in der Stadthalle.

Ebenfalls unter der Leitung von Jessica Brennecke wird Shakespeares „Viel Lärm um nichts” am Donnerstag, 14. Juni, um 19. 30 Uhr in der Stadthalle aufgeführt. Den Abschluss des Festivals bilden zwei Aufführungen von Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame” am Montag, 25. Juni, und am Dienstag, 26. Juni, jeweils um 19. 30 Uhr in der Stadthalle.

Karten für alle Stücke mit Ausnahme von „Frühlings Erwachen” sind zu einem Preis von 3 Euro in der Buchhandlung Fischer erhältlich. Karten für Wedekinds „Frühlings Erwachen” sind im Kiosk der Zitadelle erhältlich. Karten gibt es auch an der Abendkasse, ebenfalls für 3 Euro.
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