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Grundsätzliches Ja zur Kartbahn-Ansiedlung

Von: hfs.
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Gleich neben die Moto-Cross-Strecke an der Sophienhöhe soll die Kartbahn umgesiedelt werden. Foto: Abels

Titz. Bei der jüngsten Ratssitzung der Gemeinde Titz blieben erwartungsgemäß Überraschungen aus. Wie von den jeweiligen Fachausschüssen empfohlen, folgten die Ratsvertreter denen, so dass alle anstehenden Punkte der Tagesordnung einstimmig verabschiedet wurden.

Lediglich eine Ausnahme gab es, die allerdings zuvor nicht beraten wurde. Der Antrag von Bündnis 90/Grüne, dem Jülicher Verein „Frauen helfen Frauen“ einen Zuschuss zu gewähren. Hatte es im Vorjahr noch den mehrheitlichen Beschluss gegeben, dem ebenfalls von den Bündnisgrünen eingereichten Antrag über einen Zuschuss von 750 Euro zuzustimmen, gab es nun eine mehrheitliche Ablehnung durch SPD und CDU.

Auch der Bürgermeister, der sich mit dem von der SPD (Fred Schüller) gemachten Vorschlag „auf freiwillige Spenden durch die Fraktionen“ anfreunden konnte, lehnte den Antrag ab, nicht aber mit einem offiziellen Ratsbeschluss. „Denken Sie aber nicht über zusätzliche Ausgaben nach“, rief er das „Diktat der Kommunalaufsicht“ in Erinnerung, welches die Dürener Behörde der Titzer Verwaltung dem genehmigten Haushaltsplan beigefügt hatte.

Was die von der Gemeinde Niederzier und dem Bergbaubetreiber RWE Power neu angedachte Kartbahn „Erftlandring“ – die jetzige in der Ortschaft Manheim muss dem Tagebau weichen – in unmittelbarer Nähe des Titzer Gemeindegebietes anbelangt, gibt es seitens der Titzer grundsätzlich eine positive Einstellung zu der angedachten Konsensvereinbarung. Aber zuvor, so die einmütige Forderung, müssen die Bürger der in unmittelbarer Nähe zur Kartbahn gelegenen Ortschaften Rödingen, Höllen und Bettenhoven in einer Veranstaltung in einem „offenen und transparenten Dialog zur Planung und Umsetzung aller möglichen Schallschutz- und Verkehrsmaßnahmen“ informiert werden.

In Sachen Neuaufstellung des Landesentwicklungsplanes NRW, zu der die Gemeinde im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zur Stellungnahme aufgefordert ist, sind sich die Titzer einig, ihre Hausaufgaben gemacht zu haben. Der Rat stimmte geschlossen für den viele Seiten umfassenden Verwaltungsentwurf. Lediglich bei einem einziges Passus hegte Bündnis 90/Grüne Argwohn, die vorgeschlagene Änderung wurde allerdings mehrheitlich vom Rat abgelehnt.

Sinnvolle Ergänzung

Nachdem nun auch formell das Auslaufen der Gemeinschaftsgrundschule Titzer Land sowie der Gemeinschaftshauptschule Titz vor dem Hintergrund der ab dem Schuljahr 2014/2015 neu installierten Primusschule beschlossen wurde, wird sich die Verwaltung bemühen, den dann nicht mehr benötigten Standort Rödingen einer sinnvollen „Ergänzung im Sinne der gesamten Ortschaft“ zuzuführen. Und einen neuen Straßennamen wird es auch schon bald in Rödingen geben. Denn einstimmig folgte der Rat dem Vorschlag eines Bürgers, die im neuen Baugebiet 23 notwendige Straße – eine Abzweigung der Hohe Straße – künftig als „Dr. Gustav Möhring Straße“ zu benennen.

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