Grünes Licht für zwei Windkraftzonen

Von: gep
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Titz. In einem Abstimmungsmarathon und nach zweijähriger teils stürmischer Diskussion hat der Rat der Gemeinde Titz grünes Licht für zwei Windkraftzonen mit je zehn Windrädern gegeben - eine in der Gemarkung Rödingen und eine in der Gemarkung Betgenhausen.

Jetzt kann bei der Bezirksregierung in Köln die Genehmigung des Flächennutzungsplanes beantragt werden. Über rund 190 Seiten voll mit Einsprüchen, Anregungen und Stellungnahmen von Bürgern und Trägern öffentlicher Belange hatte der Gemeinderat zu befinden, rund 250 Mal rief Bürgermeister Jürgen Frantzen (CDU) zur Einzelabstimmung auf: „Wortmeldungen? Gegenstimmen? Stimmenthaltungen?”.

Während die Fraktionen der CDU, der SPD und der Grünen durch die Bank mit „Ja” votierten, stimmten die zweiköpfige FDP-Fraktion und der fraktionslose ehemalige W.I.R-Gründer Dieter Riemenschneider durchweg dagegen. Die W.I.R.-Fraktion stimmte in Einzelfällen dagegen.

Wählergemeinschaft „nicht grundsätzlich” gegen Windkraft

Wie W.I.R.-Ratsherr Detlef Cremer erklärte, sei die Wählergemeinschaft „nicht grundsätzlich” gegen Windkraft, beharre aber auf größeren Abständen zur Wohnbebauung. Freidemokrat Hartmut Wasserberg begründete das Nein seiner Fraktion damit, dass die „Wirtschaftlichkeit nicht gegeben” sei. So erfolgte auch der Beschluss über die 12. Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) der Gemeinde und den Antrag auf Genehmigung des FNP mit sechs Gegenstimmen.

Zwei großflächige Konzentrationszonen

„Mehrheitlich so beschlossen” sind, wie Frantzen erleichtert feststellen konnte, zwei großflächige Konzentrationszonen zusätzlich zur bereits bestehenden Zone in Titz mit sechs Windenergieanlagen (WEA). Das Rödinger Areal liegt laut FNP durchschnittlich rund 1200 Meter nördöstlich von Rödingen und etwa 1200 Meter südöstlich von Kalrath.

„Die einzelnen Anlagen sind jeweils weiter als 1200 Meter von der nächstgelegenen Wonbebauung entfernt vorgesehen. Die diesbezägliche Konkretisierung erfolgt im verbindlichen Bauplan.” Die Konzentrationszone in Betgenhausen hat eine Entfernung von rund 1300 Metern zu Jackerath, von 1400 Metern zu Mündt und mindestens 1100 Metern zu Titz. „Die einzelnen Anlagen sind noch weiter von den Ortslagen entfernt.”

Widerstand gegen Anstände zur Wohnbebauung

Insbesondere an den Anständen zur Wohnbebauung hatte sich der Widerstand entzündet. 1500 Meter sollte sie betragen, hatten Planungsgegner unter Hinweis auf den NRW-Windkrafterlass kritisiert. Der Erlass der mittlerweile abgewählten CDU/FDP-Landesregierung von 2005 empfiehlt bei einem Windfeld mit sieben WEA der Zwei-Megawatt-Klasse diesen Abstand.

Die Gemeinde Titz, die im Zuge des Planverfahrens auf „Vorsorgeabstände” von mehrheitsfähigen 1200 Metern nachbesserte, sieht in den 1500 Metern nur einen „Richtwert” und den Erlass als eine „Orientierungshilfe”, so dass auch geringere Abstände zulässig sind”. Nach der Rechtsprechung, so der Bürgermeister, ist zur Wohnbebauung ein Mindestabstand von 500 Metern, zu Einzelansiedlungen von 300 Metern „generell ausreichend”.

Schallimissionen und Lichtreflexionen im Grünen Bereich

Auch die Schallimmissionen und Lichtreflexionen liegen, das ist jetzt die politische Mehrheitsmeinung in Titz, liegen im Grünen Bereich. Im Rödinger Plangebiet muss allerdings eine WEA, die südwestliche, nachts im schallreduzierten Betrieb laufen, mit „Sound Management I” des Anlagenbauers REpower Systems AG wird der zulässige Schallleistungspegel „einschließlich eines Sicherheitszuschlags eingehalten”.

Auch bei den Lichtimmisssionen („Disco-Effekt”) bei Sonnnenschein werden die Grenzwerte eingehalten. Auch im Plangebiet Betgenhausen kommt es unter dem Strich nicht zu Überschreitungen der Schall-Richtwerte. Bei den Lichtreflexionen muss hier ebenfalls nachgesteuert werden, zwei Anlagen müssen zeitweise abgeschaltet werden. Im Bebauerungsplan wird dies im Detail festgeklopft werden, „so dass hier keine Beeinträchtigungen zu erwarten sind”.

Keine massiven Hinderungsgründe

Auch mit Blick auf die Schutzgüter Boden, Wasser, Klima, Luft, Tiere und Pflanzen, Landschaftsbild sowie Kultur- und Sachgüter werden keine massiven Hinderungsgründe ausgemacht, auch wenn „erhebliche Umweltauswirkungen” auf das Landschaftsbild durch „mastenartige Eingriffe” sowie Flora und Fauna eingeräumt werden.

„Der erforderliche Kompensationsbedarf wird im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung ermittelt.” Geplant ist, auf Jülicher Stadtgebiet einen „bodenständigen Laubwald” statt einer Pappelmonokultur in der fünf Kilometer entfernten landschaftsästhetischen Raumeinheit „Rur-Inde-Tal” anzulegen.
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