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Großes Interesse an Seeviertel Inden

Von: ahw
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Vollbesetzter Ratssaal: Informationen zum künftigen Seenviertel in Inden/Altdorf und die Vorstellung der dort geplanten Faktor X-Siedlung lockten am Donnerstag reichlich Publikums ins Indener Rathaus. Foto: Wolters

Inden. Bei der ausgezeichnet besuchten Veranstaltung „Bauen in Inden-Seeviertel“ im Ratssaal war es Bürgermeister Ulrich Schuster, gleichzeitig Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Entwicklungsgesellschaft Indeland, wichtig darauf hinzuweisen, dass das Pilotprojekt einer Faktor X-Siedlung auch von Indeland vorangetrieben wird, die ein ähnliches Vorhaben in Dürwiß plant.

Dass der Standort im Baugebiet Waagmühle mit seiner Nähe zum noch entehenden See offenbar die Phantasie anregt, war aus vielen Wortmeldungen herauszuhören. Um es vorweg zu nehmen: Wer ein Grundstück im Seeviertel kauft, handelt sich damit auch eine Bauverpflichtung ein.

Gemeindeplanerin Regina Dechering, die den Infoabend moderierte und dabei auch schon konkrete Bauanfragen erhalten hat, geht davon aus, dass die Gemeinde im kommenden Jahr baureife Grundstücke anbieten kann. Zunächst stehe jedoch die Ausarbeitung eines städtebaulichen Konzeotes sowie die Aufstellung des Bebauungsplanes auf der Agenda. Parallel dazu erfolgen die Diskussionsprozesse zur Gestaltung des öffentlichen und privaten Raumes, zur Art der Erschließung sowie der Infrastruktur des rund 20.000 Quadratmeter großen Gebietes.

In Kurzvorträgen hatten Achim Lückoff (RWE), Klaus Dosch (Aachener Stiftung Kathy Beys) und das Architekturbüro Faerber über drei Themenfelder referiert, die später in wechselnden Gruppen noch vertieft werden konnten. „Sie gestalten den Abend“, ermunterte Regina Dechering die Gäste, sich aktiv in den Gestaltungsprozess einzubringen.

Neue Wege in Planung und Bau, um Werte langfristig zu erhalten, betonte Achim Lückoff, um ein „Alptraumhaus im Grünen“ zu vermeiden. Klaus Dosch erläuterte, was mit Faktor X überhaupt gemeint ist. Bei diesem Pilotprojekt sei der Faktor zwei das Ziel, also eine Halbierung des Rohstoffeinsatzes.

Das Architekturbüro Faerber („wir müssen die Euphorie schüren“) beleuchtete Nachhaltigkeit bei Ökologie, Ökonomie und Sozialem, wobei es um Wohn- und Lebensqualität geht sowie darum, durch geringeren Rohstoffverbrauch den Wert der Immobilie zu steigern.

Die Frage, warum die Gemeinde angesichts einer anhängigen Klage der Stadt Düren gegen den See nicht erst das Ende der Seewerdungs-Phase abwarte, bevor sie dieses Pilotprojekt für den ländlichen Raum auf den Weg bringe, beantwortete Bürgermeister Ulrich Schuster: „Es ist unsere Aufgabe, den Leuten eine Perspektive zu bieten.“

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