Großer Andrang zum Jülicher Stadtfest-Start

Von: ptj
Letzte Aktualisierung:
8670177.jpg
Riesige Menschenansammlung zum Eröffnungskonzert des Erntedankfestes am Freitagabend: Die CCKG-Stimmungsband „Les 6 Kölsch 1 Cola“ sorgte zwei Stunden lang für Feierlaune in der Jülicher City. Foto: Jagodzinska
8670184.jpg
Der Jülicher Schlossplatz einmal nicht autofrei: Sechs Händler boten über 150 Gebrauchte an und lobten diesen Ort, der in der ganzen Region seinesgleichen suche.
8670175.jpg
Ute Werner und Vize-Bürgermeister Wolfgang Gunia eröffnen das Fest am Samstag.

Jülich. Eher ungewöhnlich für ein Stadtfest fiel die Eröffnung des Erntedankfestes der Jülicher Werbegemeinschaft mit feinster rheinischer Karnevals-Punkmusik aus Jülich aus. Die Rechnung ging vollends auf.

In spätsommerlicher Witterung hatte sich eine riesige Menschenmenge vor der Bühne auf dem Marktplatz versammelt, Kinder fanden auf den Schultern ihrer Väter oder im Tragetuch der Mutter Platz. Die Stimmungskapelle der Jülicher „Café Cholera Karnevalsgesellschaft“ (CCKG) namens „Les 6 Kölsch 1 Cola“ sorgte zwei Stunden lang für das, was ihr Name verspricht, Stimmung mit „Trunk ohne Stunk“.

An den Mikrofonen gingen Präsident Uwe Mock und Vize Axel Fuchs auf Tuchfühlung mit dem Publikum. Stilecht führten sie verfrüht in die Session ein und besangen den „11.11. um 11.11 Uhr“ mit der Ankündigung: „Wir feiern heute Karneval, gesoffen wird auf jeden Fall“. Nicht fehlen durften Eigeninterpretationen von „Mer losse de Dom in Kölle“ oder „Der liebe Gott weiß, dass ich kein Engel bin“. Wichtig für Jülich waren musikalische Ansagen wie „Scheiß drauf, Stadtfest ist nur zweimal im Jahr“. Nicht ohne Aktualität war auch Mocks Aussage: „Mir bruche keiner, vor allem keine Nazi-Arschgeigen, mir bruche och keiner, der uns sagt, wie man Fastelovend fiere deit.“

Den Karnevalsfaden nahm am nächsten Morgen die Bigband der Realschule mit dem „Insellied“ von den „Rabaue“ gerne auf, bevor das Erntedankfest offiziell eröffnet wurde. Bei wunderschönem Sonnenschein und weniger Zuschauern als am Vorabend stellte sich die neue Werbegemeinschaftsvorsitzende Ute Werner vor. Sie „arbeitet und wohnt in Jülich“ und ist „ein unheimlicher Fan unserer Stadt“. Weil sie aber auch die Dinge sieht, „die man noch anpacken muss, um vernünftig etwas auf die Beine zu stellen“, freut sie sich bereits über „konstruktive Kritik“. Sie pries das Angebot von A für Automobilschau bis Z für Zuckerwatte an und betonte völlig zurecht, für jeden sei etwas zu finden. Nicht fehlen durfte ihr ausdrücklicher Dank an das jahrzehntelange Vorstandsmitglied und ihren Vorgänger Wolfgang Hommel.

„Frauen machen ihre Arbeit gar nicht schlecht“, so zollte der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Gunia dem „fruchtbaren“ Geschlecht Anerkennung. Als Dritter im Bunde trat Max Lenzenhuber von Lions Club Jülich Juliacum auf die Bühne, um den neuen Adventskalender vorzustellen, dessen Erlös traditionell Hilfsbedürftigen zugute kommt.

„Wir haben hier ein Alleinstellungsmerkmal. Einen solchen Spot gibt es keinen Zweiten in der ganzen Region.“ Mit diesen Worten lobte Schümann-Verkaufsleiter Stephan Spähn den Schlossplatz. Dort stießen 150 attraktive Gebrauchtwagen aller Art und Preisklassen von sechs Jülicher Autohäusern und Traktoren und Maschinen der „IG Historische Landmaschinen Düren“ auf reichlich Interesse.

Begehrliche Blicke zog auch der Weidenkorb-Ballon von Angelika Knospe in der Kölnstraße auf sich. Gerne zündete sie zu Anschauungszwecken die eine oder andere Flamme, an eine Ballonfahrt war aber nicht zu denken, es war „viel zu viel Wind“.

Keinesfalls zu viel Wind war für die Besucherströme, die besonders am sonnenumstrahlten Samstag emsig das Einkaufsangebot an den Marktständen und in den geöffneten Läden nutzten. Dazu zählten vor allem deren Außenangebote zu Festtagssonderpreisen, auch in den teilnehmenden Seitenstraßen. Gerne wurde auch das Mittagessen in der Innenstadt eingenommen, um im Anschluss wieder dem breit gefächerten Programm auf den Bühnen und den vielen kleinen Attraktionen auf dem Weg zu folgen.

Den eigentlichen Erntegedanken rief neben etlichen Arrangements aus Kürbissen und Feldfrüchten die wetterbedingt nach innen verlegte „Open-Air-Messe“ mit Propst Josef Wolff am Sonntag in Erinnerung. Das Wetter am Sonntag war natürlich mit Regenschauern alles andere als optimal, da hätten Programm-Gestalter, die Jülicher Geschäftsleute und die Bühnen-Kräfte sicher Besseres verdient gehabt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert