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Großbrand in Linnich: Farblager in Flammen

Von: red/jan
Letzte Aktualisierung:
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Linnich. Ein Großbrand in Linnich hat die Feuerwehr am Donnerstag in Atem gehalten. Auf dem Gelände der Firma SIG Combibloc ist am Morgen gegen 4.30 Uhr ein Farblager in Flammen aufgegangen. Die Einsatzkräfte hatten den Brand seit dem späten Donnerstagvormittag unter Kontrolle.

Entstanden der Brand in einem Gebäude der Cascogne Laminates, die als eigenständiger Betrieb auf dem SIG-Gelände an der Rurstraße residiert. In einer großen Lagerhalle, in der rund 7,5 Tonnen Druckfarben untergebracht waren, war Feuer ausgebrochen.

Feuerwehr-Kräfte aus den Städten Linnich und Jülich, der Gemeinde Aldenhoven und dem Kreis Düren sowie der Werks-Feuerwehr rückten am Morgen mit rund 160 Kräften auf dem Gelände des Linnicher Unternehmens SIG Combibloc an.

Neben den städtischen Löschzügen, der Jülicher Drehleiter und Löschzügen aus dem Kreisgebiet, darunter auch die mobile Einsatzleitstelle und der Atemschutz-, Schlauch- und Löschschaumcontainer war auch der Messwagen aus Niederzier im Einsatz, um eventuell austretende giftige Dämpfe oder Gase aufzuspüren.

Wie SIG-Sprecher Ingo Büttgen erklärte, seien nur unmittelbar in Brandnähe erhöhte Werte gemessen worden, die aber unterhalb der Grenzwerte gelegen hätten. Vorsorglich wurden Anwohner, aber auch die unweit gelegenen Schulen über mögliche „Geruchsbelastung“ informiert.

Der Großeinsatz hatte einige Konsequenzen. Die Frühschicht der betroffenen Werkbereiche konnte ihre Arbeit nicht aufnehmen. Ab Mittagschicht lief der Betrieb aber, so Büttgen, weitgehend normal. Die Auswirkungen des Brandes blieben aber nicht nur auf das Werksgelände beschränkt. Unmittelbar an der betroffenen Halle vorbei verläuft die Trasse der Rurtalbahn. Der Zugverkehr auf der Strecke zwischen Jülich und dem Endpunkt Linnich wurde bis 14 Uhr eingestellt. Zuvor hatten ein Betriebsstatiker und ein Statiker des THW geprüft, ob von der Einsturz gefährdeten Halle ein Risiko für die Bahntrasse ausgehe.

Bei dem Brandeinsatz wurden drei Menschen verletzt. Zwei Angehörige der Werksfeuerwehr erlitten Rauchvergiftungen und wurden in den Krankenhäusern Linnich und Jülich behandelt. Einer von ihnen wurde nach Angaben von Unternehmenssprecher Büttgen kurzfristig intensivmedizinisch behandelt. Ein Dritter wurde durch herabfallende Gegenstände leicht verletzt. Er musste ambulant vom Werksarzt behandelt werden.

Noch völlig offen ist die Frage nach der Brandursache. Der Brandort ist beschlagnahmt. Die Brandermittler der Kriminalpolizei haben ihre Untersuchung aufgenommen. Ebenfalls noch keinerlei Angaben gibt über die Höhe des entstandenen Sachschadens.

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