Größeres Finanzloch zum Jahresabschluss

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Titz. Das beim Haushalt 2012 festgestellte Defizit in der Gemeinde Titz fällt größer aus als erwartet. Der Jahresabschluss hält fest, dass zwischen den angenommenen 670.000 Euro und dem tatsächlichen Ergebnis eine Lücke klafft.

Somit müssen jetzt insgesamt über 820.000 Euro aus den allgemeinen Rücklagen entnommen werden.

Bei der jüngsten Ratssitzung legte Bürgermeister Jürgen Frantzen den Jahresabschluss für das Jahr 2012 vor, „der die fröhlich-sommerliche Stimmung erheblich und nachhaltig eintrübt“, meinte er. Dass man den Haushalt, so wie er im Frühjahr 2012 beschlossen wurde, nicht habe einhalten können, machten die anschließenden Anmerkungen deutlich, die von den Ratsmitgliedern aufmerksam verfolgt wurden. Schließlich waren die Daten erst wenige Stunden zuvor exakt addiert worden, wofür Frantzen seiner Finanzabteilung mit Kämmerer Michael Dahlem und Bilanzbuchhalter Michael Zehnpfennig ein Dankeschön übermittelte.

In erster Linie sind es die nicht vorhersehbaren und, wie Frantzen meinte, „nur schwer prognostizierbaren Rückstellungsbeträge für zukünftige Pensionsverpflichtungen für noch aktive oder bereits pensionierte Beschäftigte“. Kann es in manchen Jahren zu Entlastungen kommen, schlägt das Pendel für das Jahr 2012 allerdings zu Ungunsten der Gemeinde aus. So müssen insgesamt knapp 140.000 Euro nachgezahlt werden.

Da zudem die Abwasserbeseitigung 2012 nicht kostendeckend betrieben werden konnte – die Abwassergebührenhilfe des Landes blieb hinter den Erwartungen zurück – tat sich hier ebenfalls eine Lücke auf, die teilweise aber aus der Überschussrechnung von 2011 ausgeglichen werden kann, damit keine Gebührenerhöhung vorgenommen werden muss.

Da auch der Bereich der Abfallgebühr defizitär mit rund 55.000 Euro verbucht wurde, fällt der Griff in die Rücklage deutlich höher aus. In der Summe wichen die Rechnungsergebnisse insgesamt um rund eine halbe Million Euro ab, welche aber mit den etwas knapp 300.000 Euro „verrechnet“ werden können, die bisher, entgegen den Planzahlen, mehr in den Haushalt 2013 geflossen sind.

Und was das neue Einheitslasten-Abrechnungsgesetz anbelangt, da gehört Titz zu den ganz wenigen Kommunen in NRW, die nachzahlen müssen. Für 2014 rechnet der Bürgermeister mit 72.000 Euro. Hinzu kommt noch die Nachzahlung für den Kreishaushalt, dessen Höhe aber noch nicht exakt feststeht.

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