Daubenrath - Goldjubiläum: Immer Gut Spiel für das Korps

Goldjubiläum: Immer Gut Spiel für das Korps

Von: ptj
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Ehrungsreigen aller inaktiven Mitglieder beim Festkommers. Foto: Jagodzinska

Daubenrath. Sechs junge Männer gründeten 1964 das Trommler- und Pfeiferkorps Daubenrath. Nur zwei unter ihnen, Jakob Paland und Josef Klinkenberg, hatten bereits Erfahrung im Trommelspiel, das Flötenspiel musste erst erlernt werden. Zu St. Martin desselben Jahres begleiteten die Männer den Umzug schon mit leichten Märschen und hatten bereits ein Karnevalsrepertoire eingeübt.

1967 gab es kaum mehr eine öffentliche Veranstaltung in den südlichen Stadtteilen ohne das Daubenrather Trommler- und Pfeiferkorps, zwei Jahre später zählte die Kapelle bereits 31 aktive Mitglieder. Bald wurde die Trompetenmusik verstärkt durch Bassgitarre und Keyboard.

All das ging aus dem Rückblick beim Festkommers zum Goldjubiläum durch den Vorsitzenden Andreas Strehl hervor. Das Festwochenende teilten sich die Jubilare mit der St. Stephanus-Schützenbruderschaft Daubenrath – der kleine Ort hält zusammen. Im letzten Jahrzehnt kämpfte das Korps besonders mit Austritten und musste sogar ein paar Jahre pausieren.

Kein Gründungsmitglied durfte das Goldjubiläum miterleben. Einzig Elisabeth Hennicken, damals Wirtin der ehemaligen Dorfschänke, kann Geschichten aus der Erstehungszeit erzählen, denn das Tambourcorps probte immer bei ihr. Heute wohnhaft in Aachen-Brand, ließ sich die alte Dame, die nichts von ihrem Temperament verloren hat, den Besuch des Festkommers mit musikalischer Gestaltung durch die Coverband „Fun-4-You“ natürlich nicht nehmen.

Zum ungünstiger Zeitpunkt

Zum Programmpunkt „Ehrungen“ hatte sich der Vorstand etwas Ungewöhnliches überlegt, nämlich alle inaktiven Mitglieder zu ehren. „Wenn man zu einem ungünstigen Zeitpunkt eingetreten ist, kriegt man eigentlich nie eine Ehrung. Deshalb ehren wir einfach alle“, betonte Strehl.

Die vielen Vereine und Einzelpersonen aus den umliegenden Ortschaften, allen voran Schirmherr Claus Hinrich Neuenhoff, gratulierten, wünschten den Musikern von Herzen ein Erstarken des Korps und hielten ein gefülltes Kuvert bereit. Der Altenburger Schützenkönig Heinz-Jürgen Schumacher überreichte sogar eine Jubiläumstorte in Herzform.

„Die Musik hat von allen Künsten den tiefsten Einfluss auf das Gemüt. Ein Gesetzgeber sollte sie deshalb am meisten unterstützen.“ Dieses Zitat, Napoleon I. zugesprochen, spendete wie viele andere Aussprüche Trost und gab Hoffnung. Ein anderes Beispiel aus dem Munde des Schirmherrn ist die Feststellung: „Ein Mann kommt in die besten Jahre, wenn die guten Jahre vorbei sind“ (Zitat von Gerhard Grüninger).

Ein persönliches Lob an das Musikcorps brachte der Selgersdorfer Ortsvorsteher Arno Peterhoff auf den Punkt: „Das Korps war angenommen, ist angenommen und wird angenommen bleiben.“ Aus aller Munde erklang der Ruf: „Gut Spiel, gut Spiel, gut Spiel“, bevor die Musikschule Niederzier und das Tambourcorps Grün-Weiß Schlich abschließend zum feierlichen Großen Zapfenstreich auf dem Schützenplatz aufspielte.

Als kleiner Showact heizte die Mundartband „Bremsklötz“ bei der After-Show-Party dem feiernden Publikum noch mal richtig ein.

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