„Gold-Race Indeland”: Nicht immer gewinnt der Schnellste

Von: ptj
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Start zur 14. Gold-Race Indeland am Jülicher Hexenturm: Bürgermeister Stommel (r.) gibt das Startzeichen. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Das ist kein Rennen. Der Schnellste ist nicht immer der Beste”, betonte Michael Gries, der die 14. Internationale „Gold-Race Indeland” des Motorsportclubs (MSC) Huchem-Stammeln mit Start und Zieleinlauf am Jülicher Hexenturm moderierte. 66 Oldtimer 20 verschiedener Marken nahmen teil, darunter alleine 20 aus dem Hause Michelotti.

Gefahren wurde in der Sport- und der Touristenklasse mit unterschiedlich hohen Anforderungen, letztere war wiederum nach Baujahr unterteilt (T1 bis T3 plus Youngster).

Alle Teilnehmer hatten zusätzlich sechs Sonderprüfungen zu absolvieren, eine davon im Brückenkopfpark, eine weitere am Indemann. Hierbei handelte es sich um Zeitprüfungen mit einem oder mehreren Messpunkten, bei denen die vorgegebenen Zeiten bis auf die Hundertstel Sekunde exakt eingehalten werden mussten.

Geschick und Orientierung

Eine Zusatzprüfung war eine Geschicklichkeitsaufgabe auf Zeit, eine weitere gestaltete sich als Orientierungsaufgabe. Die Teilnehmer, die im Minutentakt an den Start gingen, hatten unter anderem Kartenmaterial zu verwerten, „Baumaffen” zu notieren und „Chinesenzeichen” zu befolgen.

Ersteres sind Buchstaben- oder Zahlenkombinationen, die der Prüfung an nicht mit Personal besetzten Kontrollstellen dienen. Bei letzteren handelt es sich um mit Pfeilspitzen versehene Streckenhinweise wie: „Fahren Sie geradeaus, wenn von rechts eine Straße kommt”. Auf den ersten Blick erinnern die Vorgaben an chinesische Schriftzeichen. Nicht zuletzt waren die normalen Verkehrsvorschriften bindend.

Die Startnummer 1 hatte am Morgen das älteste teilnehmende Fahrzeug, ein Mercedes 170 VA (170 Kubikmeter und Vorderradantrieb), Baujahr 1951, ein „Traumfahrzeug im Traumzustand mit bewährtem Team”, wie es in der Anmoderation hieß. Wie alle Autos, die älter als 30 Jahre sind, hatte er Anspruch auf ein „H-Kennzeichen”, den Großbuchstaben „H” am Ende des Autokennzeichens.

Zwei Veteranen gingen mit roten 06- und 07-Kennzeichen an den Start, die ausschließlich Oldtimern vorbehalten sind. Für einen himmelblauen Chrysler Plymouth B. aus 1960 wäre es ratsam gewesen, „einen Tankwagen anzuhängen”, schluckt er doch stolze 20 Liter pro 100 Kilometer.

Die Teilnehmer der „Drei-Länder-Oldtime-Rallye” kamen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden, ein Beifahrer stammte aus Schweden. Zwei Jülicher Teams gingen an den Start, Lucas und Rüdiger Leyens in einem MG (Morris Garage) B Roadster, Baujahr 1973, und Bernd Stolpner und Manfred Schmälzle in einem Cobra 427, Baujahr 1968. Björn Müller aus Lucherberg startete seinen Mini Cooper ohne Beifahrer.
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