Jülicher Land - Glücksmomente in der Neujahrsnacht

Glücksmomente in der Neujahrsnacht

Von: ahw/maho
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Das erste Neugeborene 2009: Nina mit stolzer Mutter Sabine Bragard aus Stetternich, Hebamme Eva und Schwester Andrea (li.) im Jülicher Malteser Krankenhaus.

Jülicher Land. Das neue Jahr war gerade erst ein paar Minuten alt, als in Niedermerz vier Pferde - drei Rappen und ein Schimmel - möglicherweise durch die ungewohnte Lärmentwicklung dazu gebracht wurden, aus ihren Stallungen auszubrechen.

Da sich die Tiere Richtung L136 und Autobahn A44 bewegten, wurde vorsichtshalber die Leitstelle des Kreises Düren informiert, während sich von Niedermerz aus der Besitzer und weitere Pferdefreunde auf die Suche nach den Ausreißern machten. Zudem wurde nach Angaben von Gemeindebrandmeister Wilfried Thelen auch die Aldenhovener Feuerwehr alarmiert.

Ein Pferde-Quartett zu suchen in stockdunkler Nacht, die allenfalls durch Feuerwerkekörper kurz erhellt wird, ist sicher kein leichtes Unterfangen. Zum Glück gelang es den versammelten Hilfskräften nach zweistündiger Suche, die Vierbeiner an der Anschlusstelle Hoengen aufzugreifen, wo die Vierbeiner friedlich auf dem Grünstreifen neben der Schnellstraße grasten.

Während die Aldenhovener Wehr die Autobahn sicherte, wurde das Quartett von einer Polizei-Eskorte abgeführt und auf die bereitstehenden Transporter verladen. Bis auf ein lahmendes Pferd ist das Abenteuer für die Beteiligten insgesamt also glücklich ausgegangen.

Und noch eine frohe Botschaft: Genau um 7.38 Uhr erblickte die kleine Nina am Donnerstag das Licht der Welt. „Es war eine lange Silvesternacht”, meinte die müde und glückliche, 27-jährige Mutter Sabine Bragard aus Stetternich. Nina, nun ein echtes Jülicher Mädchen, erblickte im Kreißsaal des Malteser Krankenhauses das Licht der Welt. Mit von der Partie war auch der Vater Mario Bragard.

Hebamme Eva Krings und Schwester Andrea kümmerten sich nach der Geburt, die eigentlich für den 26. Dezember ausgezählt war, um Mutter und Kind. „Sie hat ein richtig freundliches Gesicht”, freute sich Schwester Andrea mit. Gemeint war damit der neue Erdenbürger, der 52 cm groß und 3600 Gramm schwer ist. „Die ersten Familienähnlichkeiten wie Grübchen haben mein Mann und ich auch schon entdeckt”, strahlte Mutter Sabine ihre kleine Nina an. Während sie sich dann mit einem Frühstück wieder stärkte, konnte die kleine Nina, nach den ersten Strapazen ihres noch jungen Lebens, im Wärmebettchen erst einmal richtig ausschlafen.

Derweil wurde die Polizei im Kreis Düren von Silvester, 18, bis Neujahr, 6 Uhr, zu insgesamt 129 Einsätzen gerufen, 17 mehr im Vergleich zum Vorjahr. Zehnmal wurden Streifenbeamte zum Schutz gegen Randalierer angefordert. In acht Fällen waren Ruhestörungen, in zehn Fällen Hinweise auf das Abbrennen von Feuerwerkskörpern Grund für polizeiliches Einschreiten. In 18 Fällen rückten die Ordnungshüter zu Körperverletzungen aus. Personenschäden durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern wurden bislang jedoch nicht bekannt.

An der Jülicher Kopernikusstraße entzündete vermutlich eine fehlgeleitete Feuerwerksrakete gegen 16.40 Uhr Abfall auf dem Balkon im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses. Nach entsprechender Rauchentwicklung wurde der Löschzug1 Stadtmitte alarmiert, der dafür sorgte, dass alle Personen das Haus verließen. Unter Atemschutz wurde der entstandene Schwelbrand diverser Gegenstände rasch gelöscht, so dass nach Angaben der Polizei lediglich geringer Schaden entstand.
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