Glimbach - Glimbach: Die Hähnchen sind noch nicht vom Acker

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Glimbach: Die Hähnchen sind noch nicht vom Acker

Von: Otto Jonel
Letzte Aktualisierung:

Glimbach. Vor einigen Monaten war die öffentliche Entrüstung gegen die geplante Hähnchenmastanlage bei Glimbach allgegenwärtig. Nachdem sich der Stadtrat unmissverständlich gegen die Verwirklichung des Vorhabens ausgesprochen hatte, war es ruhig geworden um das Projekt.

Vom Tisch, oder sinniger: vom Acker ist es freilich nicht. Der Glimbacher Landwirt, der den Maststall einer bereits bestehenden Kartoffelhalle angliedern möchte, hält an seinem Vorhaben fest. Die Pläne sind allerdings gegenüber der ersten Version modifiziert worden.

Mit diesen Änderungen wurde auf die Kritik des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) reagiert. Das hatte offene Fragen in dem Gutachten zur Geruchsbelastung durch die geplante Mastanlage angemahnt.

Baulast verweigert

Außerdem hatte der Stadtrat dem Antragsteller die Baulast eines Feldweges verweigert, der an dem geplanten Hähnchenmaststall vorbei
führt. Wegen der vorgeschriebenen Abstandsgrenzen hätte der der fast 100 Meter lange und 20 Meter breite Stall verkleinert werden müssen.

Dies ist zwischenzeitlich geschehen. Der neue Plan, der dem Kreis Düren als Baugenehmigungsbehörde vorgelegt wurde, beinhaltet aber nicht nur die Verkleinerung des Baukörpers. Ein wesentlicher Bestandteil der Anlage, die Dungplatte, ist komplett entfallen.

Ursprünglich sollte auf einer Betonplatte von 25 x 25 Metern Fläche unter freiem Himmel der Mist der Hähnchen kurzfristig bis zum Abtransport gelagert werden. Der Mist fiele auch ohne Dungplatte an, werde aber, so der Rechtsvertreter des Investors, mit der Ausstallung der Tiere - das geschieht sieben Mal im Jahr - sofort abgefahren. Die Einschätzung des Anwaltes mit Blick auf die geänderten Pläne: „Man ist den Anregungen des Lanuv nachgekommen.”

Auch dieser überarbeitete Projektplan beziehungsweise das daran angepasste neue Gutachten zur Geruchsbelastung, bei dem, wie der Rechtsbeistand des Investors betont, schon schärfere Grenzwerte berücksichtigt worden seien, liegt dem Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz zur Prüfung vor. Von dessen Stellungnahme wird die Reaktion der Baugenehmigungsbehörde abhängen.
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