Glasfrei zur Jugenddisco an Altweiber

Letzte Aktualisierung:
Glasfreier Altweiberfeiertag
Närrischer Altweiberdonnerstag: Polizei und Ordnungsamt überwachen das Glasverbot in der Jülicher Innenstadt. Foto: dpa

Jülich. Die Altweiberdisco auf dem Schlossplatz wird wieder rund 2000 Jugendliche und junge Erwachsene nach Jülich locken. Erfahrungen vor dem erstmaligen Glasverbot 2010 in Jülich haben gezeigt, dass der Einsatz von Glasgetränkebehältern an solchen Tagen grundsätzlich mit Gefahren verbunden ist.

Durch die hohe Besucheranzahl der Jugendschutzveranstaltung kam es vor 2010 bedingt durch Glasbehälter und durch die unsachgemäße Entsorgung zu erheblichem Glasbruch im unmittelbaren Umfeld des Festzeltes und zu Verletzungen der Besucher, erinnert die Stadtverwaltung. Die Glasverbote der letzten Jahre haben sich bewährt. Es gab keine Schnittverletzungen aufgrund von Glasbruch. Verunreinigungen insbesondere in der Kölnstraße waren sehr gering.

Um diese positiven Effekte auch für die morgige Veranstaltung zu gewährleisten, hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 5. Dezember den Erlass der „Ordnungsbehördlichen Verordnung für ein Verbot des Mitführens und des Verkaufs von Getränken in Glasbehältern in bestimmten Straßen/ Bereichen in der Stadt Jülich am 27.02.2014“ einstimmig beschlossen.

Ausnahmen für Anwohner

Durch die Verbote soll sichergestellt werden, dass keine Glasbehälter in den Veranstaltungsbereich und auf die umliegenden Straßen und Plätze gelangen. Es dürfen somit keine Getränke (sowohl alkoholische als auch nicht alkoholische Getränke) in Glasflaschen mitgeführt werden, wenn diese im Geltungsbereich der Verordnung konsumiert werden sollen.

Von dem generellen Mitführungsverbot/Verkaufsverbot von Glasgetränkebehältern sind lediglich diejenigen Personen auszunehmen, die Glasbehälter offensichtlich und ausschließlich zum häuslichen Gebrauch mitführen. Damit besteht für Bewohner innerhalb des Verordnungsgebietes die Möglichkeit, Getränke in Glasflaschen nach Hause zu bringen.

Der räumliche Geltungsbereich dieser Verordnung umfasst den Bereich, der durch die nachfolgend aufgeführten Straßen begrenzt wird: Römerstraße, Große Rurstraße, Schützenstraße, Schirmerstraße, Düsseldorfer Straße, südlicher Zitadellengraben (von Düsseldorfer Straße bis Kurfürstenstraße), Kurfürstenstraße, Römerstraße.

Neben diesem begrenzten Bereich umfasst diese Verordnung auch die Straßen/Bereiche: Aachener Straße (ab Ellbachstraße), Düsseldorfer Straße und Propst- Bechte -Platz sowie den südlichen Zitadellengraben (von Düsseldorfer Straße bis Kurfürstenstraße).

Kontrollstellen sind in der Nähe des Veranstaltungszeltes eingerichtet, an denen das Ordnungsamt und die Polizei die Besucher hinsichtlich eventueller Glasflaschen kontrollieren. Daneben gibt es auch sogenannte „mobile“ Überwachungskräfte, die die Verbote im gesamten Geltungsbereich durchsetzen.

Wer gegen die Verordnung verstößt, handelt ordnungswidrig. Diese Ordnungswidrigkeit kann bei Fahrlässigkeit mit einer Geldbuße bis 500 Euro, bei Vorsatz sogar mit einer Geldbuße von bis zu 1000 Euro geahndet werden.

Mitgeführte bzw. durch Zuwiderhandlung gegen diese Verordnung erlangte Getränke in Glasbehältern werden, so warnt die Stadt, von den Überwachungskräften eingezogen und entsorgt. Verunreinigungen jeglicher Art (wie etwa das Wegwerfen von Plastik- oder Glasflaschen) oder auch „wildes Urinieren“ stellen ebenfalls eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit bis zu 1000 Euro geahndet werden kann. Ordnungsamt und Polizei überwachen auch dies vor Ort.

Um das „wilde Urinieren“ zu verhindern, steht auch in diesem Jahr wieder ein Toilettenwagen vor dem Zelt zur kostenlosen Benutzung zur Verfügung.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert