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GHS Ruraue: Schulalltag unter ungewissen Vorzeichen

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Jülich. Bauzäune wohin das Auge reicht, Bohr- und Baulärm im Wechsel, plötzlich fensterlose Klassenzimmer, gesperrte Fachräume, ständige Umzüge der Klassen von einem in einen anderen Raum oder der des gesamten Verwaltungsbereichs. Solche und viele weitere Unannehmlichkeiten standen im vergangenen Schuljahr auf der Tagesordnung der GHS Ruraue.

Auch in diesem Schuljahr bleibt die Baustelle Teil des Schulalltags. Für Außenstehende kaum vorstellbar, lief der normale Schulbetrieb immer weiter. Ohne die tatkräftige Unterstützung von Schulleiter und Technikbeauftragtem bei Koordination und Planung des Sanierungsakts wären die Umbaumaßnahmen vielfach chaotischer verlaufen. Kaum jemand kennt das Gebäude mit seinen komplexen Plänen besser als die beiden, daher war ihr Rat vielen Beteiligten immer sehr wichtig.

Im Sommer hatten - als letzter Jahrgang einer kompletten Hauptschule - 63 Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer festlichen Entlassfeier die GHS Ruraue verlassen. Die Schule, die der Jahrgang verließ, wird es in dieser Form nicht mehr geben. Damit sind nicht nur die baulichen Veränderungen gemeint, denn im Jahre 2017 wird der letzte Jahrgang der GHS Ruraue verabschiedet und damit das Schulsystem Hauptschule in Jülich.

Ganz unterschiedlich wird die Veränderung der Jülicher Schullandschaft interpretiert. Mancher geht von einer Zusammenlegung der Real- und Hauptschule aus. Andere glauben, dass beide Schulformen automatisch in die Sekundarschule übergehen, wieder andere sind gar nicht im Bilde darüber, dass sich an Jülicher Schulen etwas verändert.

Nur direkt Betroffenen wissen, dass es in den kommenden fünf Jahren eine auslaufende Realschule, eine auslaufende Hauptschule und parallel dazu eine aufbauende Sekundarschule geben wird. Die zwei alten Schulformen schrumpfen und die neue wächst von Jahr zu Jahr. Die Lehrerinnen und Lehrer der alten Schulen gehen nicht automatisch in die neue Jülicher Schule über, die Verteilung der Lehrerstellen wird von der Bezirksregierung in Köln gesteuert.

Wenn das Schulzentrum an der Ruraue 2014 fertig gestellt sein wird, ziehen zu der Hauptschule die Sekundarschule und die Realschule in das sanierte Gebäude ein, und auch die Musikschule der Stadt wird dort ihr neues Zuhause finden.

Der im Juli 2011 beschlossene Schulfrieden in NRW und die damit einhergehende Veränderung der Jülicher Schullandschaft lässt noch einige Fragen offen und alle Beteiligten können sich auf spannende und abwechslungsreiche Schulzeiten freuen.
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