Jülich - Geschichte wird am Museumstag lebendig

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Geschichte wird am Museumstag lebendig

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Nicht französische Revolution
Nicht französische Revolutionstruppen, sondern germanische Söldner im Dienste Roms, dargestellt von Contubernium primum, werden am Museumstag die Zitadelle einnehmen. Foto: privat

Jülich. Am Internationalen Museumstag um 11 Uhr eröffnet das Museum Zitadelle seine neue Ausstellung „Napoleon - Zwischen Hass und Bewunderung”. Die Ausstellung zeigt, wie „doppelgesichtig” und widersprüchlich die napoleonische Ära im Rheinland war.

Der Charakter der Fremdherrschaft, durch den nicht wenige Familien auf deutscher Seite großes Leid erfuhren, ging auch durch die Bewunderung für die Modernität der reformfreudigen Franzosen nie verloren. Hierzu kommt auch ein prominenter Zeitzeuge zu Wort: Johann Wilhelm Schirmer hat als Kind die Franzosenzeit und die Kämpfe um Jülich miterlebt und eindrucksvoll in seinen Memoiren beschrieben. Heino Bücher liest zum Abschluss des Tages um 17 Uhr ausgewählte Passagen aus Schirmers Lebenserinnerungen in Jülicher Mundart, die Schirmer zeitlebens nicht abgelegt hat.

Inzwischen lernen Besucher die Festungsanlage bei freien Führungen über die Wälle, in die Kasematten und durch die Zitadelle kennen. Den international renommierten Jülicher Künstler Johann Wilhelm Schirmer, über den das Museum Zitadelle seit Jahren intensiv forscht, stellt eine Ausstellung im Pulvermagazin vor.

Auf der Museumsbastion baut eine Gruppe germanischer Söldner, die im Dienst des Römischen Imperiums stehen, ihr Lager auf. Mit der authentischen Darstellung des Soldatenlebens sorgt Contubernium primum, so der Name der Gruppe „Erste Zeltgemeinschaft, für spätantikes Flair. Höhepunkt ist die Demonstration unterschiedlicher Wurftechniken, die im Anschluss an eine Führung zur „Spätantike auf der Via belgica” um 14.30 Uhr angeboten wird.

Die kleinen Besucher können um 16 Uhr an einer Kinderführung durch die Zitadelle teilnehmen. Für das leibliche Wohl sorgen Kaffee und Kuchen im Zitadellen-Café. Auch für Blinde und Sehbehinderte wird eine Führung angeboten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Interessierte können sich im Museumsbüro informieren und anmelden (Tel. 02461/937680).

Die Hin- und Rückfahrt zu den Museen mit Dürener Kreisbahn und der Rurtalbahn ist an diesem Tag frei. Ein Coupon aus der Tageszeitung gilt als Fahrschein. Das Programm kann im Internet abgerufen werden. Der Eintritt und die Führungen sind an diesem Tag frei.

Zum dritten Mal beteiligt sich das LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen am Internationalen Museumstag am Sonntag, 20. Mai. mit einem ganztägigen Programm. Je nach Lust und Laune können sich kleine und große Besucherinnen und Besucher entscheiden, ob sie selbst aktiv werden oder ob sie entspannt zuhören wollen. Auf dem Programm stehen Führungen für Kinder und Erwachsene.

Bei einem Hebräisch-Workshop mit Ulrich Berzbach lernen die Teilnehmenden die 22 hebräischen Buchstaben kennen und an einfachen Beispielen lesen. Zum Schluss können alle ihren Namen schreiben. Zur Erholung werden die Gäste mit einem Konzert der Tangoyim belohnt. Das Duo Stefanie Hölzle und Daniel Marsch nimmt die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise. Mit Geige, Bratsche, Klarinette, Akkordeon und Gesang interpretieren sie jiddische Lieder und Tangos, traditionelle Klezmermelodien, Lieder vom Balkan und Tänze aus Russland.

Die Platzkapazität für den Hebräisch-Workshop ist begrenzt.Wer zuerst kommt, schreibt zuerst! Kaffee und Kuchen, kalte und warme Getränke werden angeboten. Eintritt, Führungen, Hebräisch-Workshop und Konzert sind am Museumstag frei.

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