Gesamtschule für Linnich und Aldenhoven: „Aussichten sehr gut”

Von: gep
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Aldenhoven/Linnich. Die Aussichten, dass die Stadt Linnich und die Gemeinde Aldenhoven eine gemeinsame Gesamtschule einrichten können, sind „sehr gut”.

Das sagte der Aldenhovener Bürgermeister Lothar Tertel auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Die Bezirksregierung Köln habe keine Einwände gegen eine horizontale Gesamtschule, bei der die Klassen 5 bis 8 in Aldenhoven und die Klassen 9 bis 13 in Linnich unterrichtet würden. Dieser Variante, die zum Schuljahr 2013/14 starten könnte, stünde nichts entgegen. Damit wurde die neue Gesamtschule zunächst nur in Aldenhoven starten.

Abgelehnt habe die Bezirksregierung aber, so der Bürgermeister, die vertikale Variante, bei der an beiden Standorten Unterricht in den Klassen 5 bis 13 angeboten werden könne. Dazu reichen nach Einschätzung der Kölner Behörde die Schülerzahlen nicht, dabei sind aber die Einpendler aus anderen Kommunen noch nicht berücksichtigt. Die vertikale Variante wäre „ideal”, so Tertel. Möglich werden könnte sie, wenn durch Gesetzesänderung der Schulbetrieb jeweils nur dreizügig erlaubt werden würde.

„Wir fahren zweigleisig”, sagte Tertel zum künftigen Verfahren. Ab Mitte September sei zunächst eine Elterninformation geplant, als Referent werde ein Gesamtschulrektor geladen. Natürlich würden auch die Nachbarkommunen über die Pläne informiert. Anfang Oktober werde eine Elternbefragung durchgeführt, um die Nachfrage nach einer Gesamtschule zu ermitteln. Dann könnten Ende Oktober/Anfang November die politischen Gremien in Aldenhoven und Linnich endgültig die Weichen stellen, um schließlich rechtzeitig den Genehmigungsantrag bei der Bezirksregierung einzureichen.

Während der Fraktionsvorsitzende der Freien Wählergemeinschaft (FWG), Dieter Froning, eine „Riesennachfrage” nach einer Gesamtschule im Nordkreis erwartet, verwies CDU-Fraktionschef Reinhard Paffen darauf, dass Gesamtschüler schlechtere Leistungen als Gymnasiasten erbrächten.

Zudem sieht Paffen noch „Probleme in Linnich”. Auch müsse der Schülertransport neu organisiert werden.
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