Gesamtschule beschäftigt die SPD

Von: ahw
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Peter Münstermann MdL (v.l.), Marion Schunck-Zenker, Dietmar Nietan und Hans-Friedrich Oetjen beim Fischessen der SPD. Foto: Wolters

Gereonsweiler. Sein traditionelles Fischessen am Aschermittwoch veranstaltete der SPD-Ortsverein Linnich in diesem Jahr wieder mit dem SPD-Unterbezirk Düren. In Marion Schunck-Zenker, stellvertretende Vorsitzende von Ortsverein und Fraktion, fanden die Genossen eine charmante Gastgeberin, die schlaglichtartig einen Rückblick für die Linnicher SPD wagte.

 „Die SPD ist die einzig verlässliche Kraft“, hat sie aus den langwierigen Haushaltsberatungen gefolgert, die in eine überraschend deutliche Mehrheit mündeten. Der einstimmige Beschluss zur Errichtung der Gesamtschule Aldenhoven/Linnich habe heftigen Gegenwind der Nachbarkommunen geerntet, die anschließend zum Angriff geblasen hätten.

Es sei nichts unversucht gelassen worden, um Eltern zu verunsichern, konstatierte Schunck-Zenker, die zudem kritisierte, dass die Betroffenen zum „Spielball der Eitelkeiten“ geworden seien. „Wir bleiben bei unserer Linie“, kündigte sie an, dass gemeinsam weiter für „die gute und richtige Entscheidung“ gekämpft werde, zumal die Genehmigung der Gesamtschule durch die Bezirksregierung „rechtlich sauber“ und gut begründet erfolgt sei.

Aktuelle Informationen aus dem Landtag hatte Peter Münstermann MdL mitgebracht, der über die Dichtigkeitsprüfung („keine Prüfpflicht“), den Landeshaushalt („wir müssen 180 Millionen Euro einsparen“) und das Nichtraucherschutzgesetz referierte, wo sich die Fraktion ihre Entscheidung sehr schwer gemacht habe, da Gesundheitsschutz und der Erhalt von Arbeitsplätzen unter einen Hut gebracht werden mussten.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan, der in sieben Monaten erneut zur Wahl steht, hält es für wichtig, dass Kommunen auch über die Grundschulen hinaus Schulstandort sind. Er verwies in Sachen Gesamtschule Aldenhoven/Linnich auf das 29-seitige Genehmigungsschreiben der Bezirksregierung, das alle Einwendungen erschöpfend beantworte. „Jetzt entscheiden die Eltern“, warb er dafür, diesem Elternwillen dann auch stattzugeben.

Den heraufziehenden Wahlkampf bezeichnete Nietan als „hartes Stück Arbeit“, bei dem es auch um die Zukunftschancen junger Menschen gehe. Als weiteres Thema, das nicht nur SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück auf der Agenda hat, benannte der UB-Vorsitzende die soziale Gerechtigkeit sowie eine stärkere Entlastung der Kommunen, die nur mit den Sozialdemokraten zu haben sei. Der Parlamentarier setzte sich ein, „klare Kante“ zu zeigen und keine Versprechungen abzugeben, die später nicht zu erfüllen seien. „Die Bürger haben ein Gefühl dafür, was realistisch ist“, vertraut er dem Urteil der Wähler.

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