Jülich - Geocaching: Das große Comeback der Schnitzeljagd

Geocaching: Das große Comeback der Schnitzeljagd

Von: Daniela Mengel-Driefert
Letzte Aktualisierung:
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Ein Cache ist gefunden: Der Geocacher kann sich nun im Logbuch eintragen und Gegenstände tauschen. Foto: Silvia Marks
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Geocaching rund um Jülich: Auf der Sophienhöhe sind einige Caches versteckt. Foto: Mengel-Driefert

Jülich. Schnitzeljagd – das klingt nach einem Spiel von früher. Seit die Schnitzeljagd mit modernen Navigationsinstrumenten gespielt wird und auf Neu-Deutsch Geocaching heißt, ist sie wieder enorm beliebt.

Grade in den Ferien ist Geocaching eine schöne Möglichkeit, sich in der Natur zu bewegen, vielleicht sogar die Kinder an die frische Luft zu locken. Doch was ist das eigentlich genau, das Geocaching? Das griechische Wort „Geo“ bedeutet Erde und das englische „Cache“ steht für „Geheimes Lager“. Mit Hilfe eines GPS- Gerätes (Global Positioning System) bewegt sich der „Jäger“ im Gelände und sucht versteckte Behältnisse, sogenannte Caches. Das scheint so viel Spaß zu machen, dass Geocaching nicht nur in Deutschland sondern derzeit weltweit angesagt ist. Auch rund um Jülich gibt es viele Verstecke, über die sich der Geocacher auf Internetseiten wie opencaching.de, geocaching.de oder geocaching.com informieren kann. Hier gibt es Koordinaten und Hinweise. „Ein GPS-Gerät gibt es schon ab 40,- Euro“, sagt Waldemar Karpenko, der ein erfahrener Geocacher ist, „für Anfänger reicht aber auch ein Smartphone.“

Nach erfolgreicher Suche trägt sich der „Jäger“ in ein Logbuch mit Spielernamen und Datum ein. Zudem findet er Tauschgegenstände, kleine Geschenke in größeren Caches. Im Gegenzug werden gleichwertige Gegenstände hinterlegt. Eine etwas ungewöhnliche Regel besagt, dass Außenstehende oder „Nichtwissende“, nach den Harry Potter-Romanen „Muggles“ genannt, die Suche nicht mitbekommen dürfen. Unauffälliges Verhalten ist also Trumpf.

Beliebte Caches befinden sich an historisch oder landschaftlich reizvollen Orten. Es gibt große und kleine Verstecke, von extrem groß bis nano. Manche sind einfach zu finden, andere erfordern eine Spezialausrüstung wie Kletter-, Tauch-, oder Höhlenausrüstungen. Caches können Dosen sein oder ganz anders ausschauen. Waldemar Karpenko erzählt von Kunststeinen, die sich öffnen lassen, Ästen, die von Bäumen abgetrennt werden. Selbst ganze Baumstämme dienen als Versteck. Dieses Spiel mit dem Suchen und Finden macht für Karpenko den Reiz am Geocaching aus. Ihn treibe die Neugierde an. „Ich weiß nicht, was ich finde und wo ich es finde“, erzählt der Mann begeistert, der als pädagogische Fachkraft in Jülich in der Jugendberatung im Sozialwerk Dürener Christen beschäftigt ist. Er setzt Geocaching auch beruflich in der Jugendarbeit ein. „An der frischen Luft lässt es sich frei denken, wir können zwanglos Ideen sammeln.“

Die Caches sind sehr unterschiedlich. Es gibt Rätselcaches, der Jäger muss Aufgaben lösen, um die Koordinaten zu erhalten, Event Caches, da treffen sich Geocacher zum gemeinsamen Plausch, oder bewegliche Caches, die ihre Position wechseln. Am Tagebau Inden ist ein virtueller Cache registriert. Bevor er geloggt werden kann, ist eine Aufgabe zu lösen. Ein Multicache ist über mehrere Stationen zu erreichen. Auf der Sophienhöhe sind einige Caches versteckt. Eine besonders schöne Strecke gibt es in Jülich, sagt Waldemar Karpenko. Unter dem Titel „Dosenruhm im Herzogtum“ auf geocaching.com zu finden, geht es nordwestlich des Brückenkopf-Parks los und schließt einen Besuch mit ein.

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