Aldenhoven/Linnich - Genug Anmeldungen: Gesamtschule kommt

Genug Anmeldungen: Gesamtschule kommt

Von: gep
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Genug Anmeldungen für die geplante Gesamtschule: Der Linnicher Bürgermeister Wolfgang Witkopp (r.) in der Aldenhovener Realschule mit deren Rektor Helmut Gehring. Foto: gep

Aldenhoven/Linnich. Die Gesamtschule Aldenhoven-Linnich wird, wenn die Bezirksregierung Köln nach Prüfung der Unterlagen ihr offizielles Okay gegeben hat, im Sommer an den Start gehen. „Mit mehr als 100 Anmeldungen“, so der Aldenhovener Bürgermeister Lothar Tertel, „ist unser Ziel erreicht“. 100 war die Mindestzahl, um mit vier Parallelklassen den Betrieb aufnehmen zu können.

Diese Klassen werden im Gebäude der Aldenhovener Realschule im Ganztagsbetrieb bis zur Jahrgangsstufe 8 unterrichtet. Die Klassen 9 bis 13 werden in Linnich in der dann auslaufenden Hauptschule und Realschule untergebracht. Damit, so Tertel, verfügten die beiden Kommunen künftig über eine „zukunftsfähige Schulform“, für die auch viele Eltern votiert hätten.

Sein Linnicher Amtskollege Wolfgang Witkopp unterstrich, damit gebe es „eine Perspektive für die Kinder und Jugendlichen in den beiden Orten“. Er sei überzeugt, dass dies auch den beiden Kommunen insgesamt „gut tun wird“. Viele Eltern hätten der neuen Schulform ihr Vertrauen ausgesprochen. „Wir werden alles unternehmen, um sie nicht zu enttäuschen.“ Da es sich um ein vorgezogenes Anmeldeverfahren handelt, können weiterhin Kinder bis zum 14. Februar angemeldet werden, erläuterte Tertel. Es gebe zudem noch einige wenige auswärtige Anmeldungen, die aber bei der Genehmigung durch die Bezirksregierung nicht mitzählten.

Für den Aldenhovener SPD-Fraktionsvorsitzenden Udo Wassenhoven ist die Gesamtschule „der entscheidende Schritt“, um qualitativ hochwertig die Schullandschaft zu erhalten. Dafür und gegen Widerstände aus der CDU habe die SPD „Seit an Seit“ mit der Freien Wählergemeinschaft (FWG) gekämpft. Die Linnicher Spitzengenossin Marion Schunck-Zenker sprach von einer „hervorragenden Chance“ auch für die Kinder im Nordkreis. Die Gesamtschule biete „wirklich eine Alternative“, das Votum der Eltern zeige, dass sie auch gewollt sei. „Alle Fraktionen sollten die Gesamtschule jetzt positiv begleiten“, lautet ihr Appell an den Linnicher Rat.

Damit ist es im zweiten Anlauf geglückt, eine Gesamtschule einzurichten. Beim ersten Versuch 2013 hatte es mit 85 zu wenig Anmeldungen, davon 47 aus Linnich und 38 aus Aldenhoven, gegeben. Erforderlich wären 125 gewesen, die an beiden Standorten gleichzeitig eingeschult worden wären. Nachbarkommunen haben gegen die neue Gesamtschule Vorbehalte, sie fürchten um den Fortbestand eigener Schulen.

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