Titz - Gemeinde Titz wagt Einstieg in die Primusschule

Gemeinde Titz wagt Einstieg in die Primusschule

Von: hfs.
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Titz. 19 Ratsvertreter der Gemeinde Titz sind sich sicher: Die Teilnahme am NRW- Schulversuch zur Errichtung einer so genannten Primusschule ist der richtige Weg, in Titz die Sekundarstufe I zu erhalten. So beschloss nun der Rat einstimmig in seiner Sondersitzung, dass die Verwaltung alle notwendigen Schritte unternimmt, damit zum Schuljahr 2014/2015 eine Primusschule mit den Jahrgängen 1 bis 10 an den Start gehen kann.

Die Schule soll zweizügig an nur einem einzigen Standort in den Gebäuden der jetzigen auslaufenden Gemeinschaftshauptschule in Titz eingerichtet werden. Bevor die in der Vorwoche von Bündnis 90/Grüne beantragte Sondersitzung des Rates stattfand, traf sich der Ausschuss für Jugend, Kultur, Soziales, Schule und Sport zu einer eingehenden Beratung – nicht zuletzt auf Grundlage neu gewonnener Erkenntnisse. Denn nunmehr verfügte die Verwaltung über das endgültige Ergebnis der Elternbefragung, da in einigen Kindergärten die Fragebögen eingesammelt worden waren, diese dann der Verwaltung am Freitag letzter Woche überreicht wurden. „Jetzt kann festgestellt werden, dass ein eindeutiger Elternwille vorliegt, in der Gemeinde Titz eine Primusschule zu errichten“, berief sich Bürgermeister Jürgen Frantzen auf diese 66,7 Prozent Zustimmung.

Er verhehle nicht, sagte Frantzen, dass die Zustimmung der Eltern innerhalb von Titz größer sei als die der Eltern, die ihr Kind gerne in Rödingen anmelden würden – an der dortigen Gemeinschaftsgrundschule. Doch für diesen Schulstandort läuft die Zeit ab. Denn genehmigt das Ministerium für Schule und Weiterbildung in Düsseldorf die jetzt beabsichtigte zweizügige Einführung – dafür bedarf es einer Anmeldezahl von nur 50 Kindern –, dann gehört die Schule in Rödingen schon im nächsten Jahr der Vergangenheit an.

Bei einer Enthaltung durch die W.I.R.-Fraktion beschloss der Ausschuss und nachfolgend auch der Gemeinderat die sukzessive Auflösung ab dem 31. Juli 2014 in der Form, dass ab dem Schuljahr 2014/2015 keine weiteren Erstklässler mehr aufgenommen werden.

Damit sich die Eltern baldmöglichst über das Angebot und die pädagogische Konzeption der Primusschule – es wurde aufgrund der neuen vorliegenden Eckdaten nochmals überarbeitet – informieren können, wird um Genehmigung eines frühzeitigen Anmeldeverfahrens im Oktober 2013 gebeten.

Alle Titzer Fraktionen zeigten sich bei der Ausschusssitzung erfreut über die neuerliche Entwicklung. Sie nahmen ebenfalls die zwischenzeitlich von der Stadt Jülich ausgesprochene Bereitschaft zur limitierten Beschulungsvereinbarung wohlwollend zur Kenntnis.

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