Radarfallen Blitzen Freisteller

Gema will Kindergärten ans Portmonee

Letzte Aktualisierung:
gema-bu
Wenn Kindergärten künftig zu St. Martin, zur Adventsfeier oder bei der Karnevalsfete Kopien von urheberrechtlich geschützten Liedtexten und Noten an Eltern und Kinder verteilen, müssen sie an die Gema Lizenzgebühren bezahlen. Foto: hfs.

Jülich. Ob in der bevorstehenden fünften Jahreszeit in hiesigen Kindergärten rheinische Lieder erklingen, ist ungewiss. Denn jedes kopierte Blatt eines Liedtextes muss künftig bezahlt werden - an die Gema, die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte.

Die hat in den letzten Wochen bundesweit alle Kindergärten und Kitas angeschrieben. Die „Abzocke” soll im Frühjahr beginnen, wie den hiesigen Städten und Kommunen schriftlich mitgeteilt wurde.

„Ja, bei uns ist ein Schreiben eingegangen. Und wir haben auch schon eine Entscheidung getroffen”, bestätigt Linnichs Beigeordneter Hans-Josef Corsten den Eingang des Gema-Schreibens, das bundesweit bei Trägern von Kindergärten für Empörung sorgt.

Dabei ist das Wort von der „Abzocke” noch das harmloseste Attribut. Denn die Rechnung, die die Gesellschaft aufmacht, kann sich sehen lassen. So sollen zum Beispiel 500 Kopien von Texten und Notenblätter 56 Euro kosten, bei 1500 Kopien sind es schon 168 Euro. Kosten, die viele Kindergärten und Kitas einfach nicht zahlen können. So müssten die Träger die Elternbeiträge anheben.
Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert