Aldenhoven/Jülich - Geldstrafe: Parkplatz-Streit in Aldenhoven artet in Schlägerei aus

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Geldstrafe: Parkplatz-Streit in Aldenhoven artet in Schlägerei aus

Von: gep
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Aldenhoven/Jülich. Wegen eines Streites in Aldenhoven um ein zugeparktes Auto kam es im Sommer 2012 zu einer handfesten Auseinandersetzung. H. (29) schlug zweimal zu, weil K. (39) seine schwangere Frau „geschubst“ hatte.

Gegen einen Strafbefehl wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung legte H. Einspruch ein. Am Mittwoch verurteilte das Amtsgericht Jülich ihn zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu je 15 Euro. Damit lag das Strafmaß über dem des Strafbefehls mit 1000 Euro. „Wenn Sie clever sind, ziehen Sie den Einspruch zurück“, hatte Strafrichterin Claudia Wolny zuvor gewarnt. „Ich habe nicht überreagiert“, sagte indes dieser. Der Ankläger und die Richterin sahen das anders. Die Handgreiflichkeit, bei der die Brille von K. beschädigt worden war, sei „nicht gerechtfertigt“, so Wolny.

Keine Notwehr

Es habe keine Notwehrsituation vorgelegen, da der Angriff auf die Ehefrau bereits beendet war. Wolny: „Vielleicht haben Sie sich nicht im Griff.“ Das unterstrich auch der Staatsanwalt. Das „gesamte Verhalten“ des Angeklagten während der Hauptverhandlung zeige, dass K. unfähig sei, „in bestimmten Situationen zielgerichtet handeln“ zu können. „Halten Sie doch einfach den Mund“, hatte ihn der Staatsanwalt während der Verhandlung zur Ordnung gerufen. Dies hatte auch Wolny mehrmals getan. H. sei, so der Ankläger, „hochaggressiv“. Er habe an dem besagten Nachmittag „ohne rechtlichen Grund“ geschlagen, auch wenn eine „gewisse Provokation“ erfolgt sei. Insbesondere der zweite Schlag sei „völlig überflüssig“ gewesen. Hier liege vorsätzliche Körperverletzung vor.

Hinzu käme die Sachbeschädigung. K. hatte den Schaden an der Brille auf etwa 50 Euro beziffert. Zu Gunsten des Angeklagten sprach, dass er die Tat gestanden hatte. „Ich hab dem eine geklatscht und noch eine geklatscht.“ Weil „der meine Frau angreift“. Er habe mit der linken Faust auf die rechte Gesichtshälfte geschlagen und „mit der rechten nachgesetzt“. Er sei zuvor von K. bedrängt und bedroht worden, später auch von „mindestens zehn“ Umstehenden, darunter eine alte Frau „mit Krücke“. Zum Streit sei es gekommen, weil die Freundin von K. mit ihrem Pkw „die ganze Straße blockiert“ habe.

Laut K. hatten H. und dessen Frau seine Freundin deswegen „angeschrieben“ und „beleidigt“. K. räumte ein, dass er gegen die Schwangere „den Arm ausgefahren“ habe. „Ich habe sie weggedrückt.“ Er sei dann durch Schläge einmal am Hinterkopf und einmal an der Schläfe getroffen worden. Danach habe er eine Beule und Kopfschmerzen gehabt. H. zum Urteil: Der Staatsanwalt „knüppelt noch einen drauf“. Und schlug die Saaltür hinter sich zu.

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