Linnich - Geld vom Hallenbad lieber in das Feuerwehr-Gerätehaus pumpen

Geld vom Hallenbad lieber in das Feuerwehr-Gerätehaus pumpen

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Auch ohne die KP-II-Mittel ist das Hallenbad nicht in seinem Bestand gefährdet, meint die PKL. Sie will das Geld lieber für das Feuerwehrgerätehaus verwenden.

Linnich. Es ist nicht gerade eine Kehrtwende, auf jeden Fall aber ein klassischer Haken. Quasi im Schlussspurt um die Vergabe von Mitteln aus dem Konjunkturpaket II zur Förderung der Infrastruktur hat die Linnicher PKL (Parteilose Kandidaten Linnichs) die Richtung gewechselt.

Die Fraktion will die KPII-Mittel nicht mehr ins städtische Hallenbad pumpen, sondern damit den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Gereonsweiler ermöglichen.

Der Richtungswechsel schreit nach einer Erklärung. Schließlich war die PKL maßgeblicher Fürsprecher, einen Großteil des unverhofft in Aussicht gestellten Fördergeldes - Gesamtvolumen rund 625.000 Euro - zur Sanierung des Hallenbades zu verwenden. 340.000 Euro schwer war das Paket, womit die ursprüngliche Forderung der Grünen noch übertroffen worden war.

Die prächtige Summe war allerdings mit einem Sperrvermerk versehen. Zunächst sollte ein Gutachten über den Gesamtaufwand einer Badsanierung Aufschluss geben. Das liegt vor - mit einem auf 2,8 Millionen Euro angesetzten Aufwand. „Eine Sanierung lohnt nur, wenn auch weiterhin ein Betrieb des Hallenbades gewährleistet ist. Hier müssen Betreiber-Modelle erarbeitet werden”, folgert Fraktionschef Michael Hintzen.

Das Titzer Modell, so die Erkenntnis aus dem Vortrag, den der Förderverein Hallenbad Titz jüngst vor Linnicher Stadtverordneten gehalten hatte, ist nicht 1:1 auf Linnicher Verhältnisse übertragbar.

Die PKL setzt auf Grund dieser neuen Lage auf eine Gesamtkonzeption zur langfristigen Sicherung des Hallenbades. Die zu erarbeiten, sei bis zum 4. November nicht möglich. An dem Tag müssen die KPII-Mittel verbindlich abgerufen werden, so Hintzen. Wenn also eine große Lösung „mit der Inanspruchnahme von mehreren Millionen Euro während der nächsten Jahre” ins Auge gefasst wird, ergebe eine vergleichsweise kleine Sanierungsspritze zum jetzigen Zeitpunkt wenig Sinn.
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