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Gebell zum Männertanz im Badeanzug

Von: Silvia Jagodzinska
Letzte Aktualisierung:
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Sieger beim achten offenen Männerballett in Güsten: Die Lövenicher „Seitenspringer” begeistern mit einer humorvollen Nummer mit großer Bandbreite. Foto: Jagodzinska

Güsten. Rund 1400 Besucher drängten sich um die besten Stehplätze zur achten offenen Männerballettmeisterschaft der KG Schnapskännchen Güsten - ein Ausschnitt wurde live im Fernsehen übertragen.

In ausgeloster Reihenfolge boten 13 Männerballette bereits beim Aufmarsch auf die Bühne im Festzelt eine publikumsfesselnde Show zu breitgefächerter Thematik und mitreißender Musik.

Angefeuert von der feiernden Menge boten sie attraktiven Showtanz, zumeist mit wiederholten Kostüm- und Formationswechseln. Hebungen, Pyramidendarstellung und Akrobatikeinlagen honorierte das Publikum jeweils mit begeistertem Sonderapplaus.

Bis zu 100 Punkte pro Gruppe durften die insgesamt 13 Juroren vergeben, einer fiel allerdings später aus. Die Kategorien gliederten sich in Thema/Kostüm (20 Punkte), Aufmarsch und Musik (jeweils 10 Punkte) und Tanzdarstellung und Publikumsfaktor (jeweils 30 Punkte). Der Ausfall des erkrankten Jurymitglieds wurde kompensiert, indem dessen Wertungen auf Null gesetzt und durch Streichung der jeweils besten und schlechtesten Benotung ein Durchschnittswert ermittelt wurde.

Für Warming-Up, Pausen-Showact und Aftershow-Party sorgte die WEB Live-Band, den Vorlauf gestalteten die Fashion Oldies. Den gelungenen Start-Act lieferte die Stolberger Gruppe „Not just dancing and Tom”, mit Verstärkung durch den moderierenden Allround-Entertainer Thomas Beys.

Mit Humor ins Morgenland

Einen tollen Auftakt der Meisterschaft legten sodann die eisbrechenden Rurblümchen Jülich als Matrosen mit zwei sexy „Fronttänzerinnen” im Badeanzug mit viel Akrobatik auf die Bühnenbretter. Die Stimmung war bereits top, als die Kirchberger Schwälbchen in „1011 Nächten”-Gewändern, mit zahlreichen Enthüllungen und einem Schuss Humor ins Morgenland lockten.

Breitgefächert waren die fantasievoll umgesetzten Themen: So entführten die Indener „Traumtänzer” schwungvoll und rhythmisch ins Ghetto, die „Pooljonges” Heinsberg begaben sich mit einem bayrischen Ehepaar auf eine Reise quer durch Asien. Eine temperamentvolle Gefangenen- und Polizistennummer präsentierten die „Tanzbärchies” aus Sötenich, als Surfer in Hawaiihemden wirbelten die „Hanghöhner” aus Vossenack über die Bühne.

Wer in all dieser stimmungsgeladenen Vielfalt auf dem Siegertreppchen stehen sollte, erschloss sich vielen Wettbewerbsbesuchern bereits während des Turniers, diskutabel war allerdings die Reihenfolge: So wurden die Merscher „Wild Boys”, die als einzige bisher zweimal als Sieger aus dem Turnier hervorgingen, schon vor ihrem energiegeladenen und sportlichen Auftritt als American Cops mit Wunderkerzen gefeiert. Am Ende reichte es bei den wilden Merscher Jungs aber nur für Platz zwei.

Auch für die „Muhremänn” aus Gangelt hätte es beinahe zum Sieg gereicht, letztlich erreichten sie aber nur Platz drei: Ihre Ritter-Choreografie mit Dramaturgieeffekt in der Schlacht und fast feierlichem Moment bei der Krönung von King Artus hatte auch eine künstlerische Note.

Als Sieger befanden die Juroren schließlich nicht unverdient die Lövenicher „Seitenspringer”: Sie begeisterten mit ihrer humorvollen Nummer mit Tanzmädchen, Bauarbeitern, Hawaiitänzern und Schornsteinfegern. Die große Bandbreite ihrer Show reichte von Trennungsdialogen bis zu sportlichen Höchstleistungen und wurde mit dem stärksten „Gebell auf Stufe drei” honoriert.

Reichlich Chancen hätten auch die Koslarer „Magic Diamonds” gehabt, deren lebendige und sexy Choreografie mit Thomas Beys als süßer blonder Braut wirklich mehr war als ein Pausenfüller.
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