Fußballgolf: Wichtig sind zunächst nur die Schuhe

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Vorweg gehen und treffen. Tagebauchef Dr. Stefan Strunk nimmt aus acht Metern Maß und donnert das Leder durch den Ring. Bürgermeister Ulrich Schuster (2.v.l) schaut anerkennend zu. Foto: Mauer

Inden/Altdorf. Üblicherweise richtet sich der Blick eines Bürgermeisters, eines Politikers oder Tagebauchefs bei einem offiziellen Akt auf den Krawattenknoten. Diesmal wanderten die Augen aller auf die eigenen Schuhe. Bei der Eröffnung der neuen Fußballgolf-Anlage am Indemann waren nicht Schlips und Kragen, sondern geeignetes Schuhwerk gefragt.

Geschäftsführer Christian Riedel beschränkte Begrüßung und Eröffnung auf das Mindestmaß, Bürgermeister Ulrich Schuster tat es ihm nach. Denn danach hieß es für die beiden, mit Tagebauchef Dr. Stefan Strunk und Landtagsabgeordnetem Peter Münstermann und weiteren Mitstreitern, eigenes sportliches Können unter Beweis zu stellen.

Auf 5,4 Hektar Fläche ist am Indemann eine Anlage geschaffen worden, die es sooft in der Deutschland nicht gibt. Fußballgolf als Mischung zwischen dem Sportgerät Fußball und einer golfplatzähnlichen Anlage verbindet die Lust an der Bewegung mit der Herausforderung eigener Geschicklichkeit.

Am Eröffnungstag nutzten viele das kostenlose Angebot, eine Runde auf dem 18-Loch-Platz zu spielen. Kindergruppen unter elterlicher Führung, Paare, Jungengruppen und Familien traten konzentriert vor den Ball, jubelten über gelungene Aktionen oder verzweifelten, wenn der Ball das Loch nicht traf.

„Es macht viel Spaß“, lachte Stefanie Buchenau, die mit Freund Melvin um sportliche Ehren stritt. „Bei uns beiden gibt es keine besonderen Unterschiede“, gestand Melvin, dessen Ball gerne mal übers Ziel hinaus schoss.

Auch die Familien Schieren und Roeb, die aus Gürzenich angereist waren, hatten mit ihren Kleinen einer vergnüglichen Nachmittag. Etwa zweieinhalb Stunden dauert eine volle Runde in einer Gruppe. „Für Kindergeburtstag oder Familienfeiern ist so was eine gute Sache,“ unterstrich Frau Schieren. „Für Vatertage auch“, grinste der Ehemann.

So viel Zeit hatten die Politiker bei ihrer Promi-Runde nicht. Da mussten zwei Bahnen reichen. Immerhin zeigte sich, dass Bürgermeister Ulrich Schuster auch den Außenspannschuss beherrscht und der Tagebauchef aus acht Metern den Weg durch den Ring findet. Der erkundigte sich am Ende gleich nach Besuchsterminen, seine Mitarbeiter sollten schon mal das Schuhzeug richten.

Die Idee zu dieser Anlage war einem Zufall entsprungen. Als Christian Riedel über eine ähnliche Anlage berichten musste, kam er ins Gespräch und auf die Idee. Die Vermittlung von RWE brachte ihn nach Inden, wo die Gemeinde ein offenes Ohr und entsprechendes Gelände hatte.

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