Jülich - Fußball-Bezirksliga: Lich-Steinstraß geht in Düren sang- und klanglos unter

Fußball-Bezirksliga: Lich-Steinstraß geht in Düren sang- und klanglos unter

Von: hfs./tm
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Jülich. Die „Generalprobe“ für das morgige Derby zwischen Germania Lich-Steinstraß und dem SV Grün-Weiß Welldorf-Güsten – Anpfiff ist um 19.30 Uhr – hätte nicht unterschiedlicher sein können. Während der Gastgeber seinen letzten Auftritt mit 0:3 bei den Sportfreunden in Düren verlor, kam Welldorf-Güsten zu Hause gegen die DJK Frechen zu einem überzeugenden 4:2-Erfolg.

GW Welldorf-Güsten: „Wenn mir jemand vor der Saison gesagt hätte, zum jetzigen Zeitpunkt würden wir bereits 29 Punkte haben, dann hätte ich diesen für verrückt erklärt“, sagte Trainer Winni Ronig nach dem 4:2-Heimsieg. Dass er ziemlich stolz auf seine Mannschaft ist, hob er besonders hervor. „Wir haben noch nie gegen Frechen gewinnen können. Dieser Sieg war nicht nur verdient, er war auch sehr gut herausgespielt.“ So schilderte er denn auch das 3:1, das Mo Makki in der 78. Minute erzielt hatte, in besonders blumige Worten.

„Daniel Thauer spielt sich frei, legt quer auf Mo Makki auf, und der lupft den Ball aus 16 Meter über den Frechener Keeper. Solche Dinge kann nur der Mo machen.“ Dickes Kompliment von Ronig an seinen Stürmer, der für ihn der gleichzeitig Matchgewinner war, denn Makki war an allen vier Treffern der Gastgeber beteiligt. Er traf auch zum 4:1 (81.), zum anderen legte er sehr gut auf Hermanns (36.) und Thauer (74.) auf, welche die beiden anderen Treffer der Grün-Weißen markierten. In einem Spiel, das erst nach der Pause Dynamik aufnahm.

Im ersten Spielabschnitt hatte jede Seite zwei Möglichkeiten. Beide Male verhinderte Keeper Thomas Pietta die Führung der Frechener, die in der 36. Minute durch Hermanns das 1:0 kassierten, aber in der 59. ausglichen. Danach machte die Platzelf innerhalb von neun Minuten daraus einen 4:1-Vorsprung, ehe die DJK mit dem Schlusspfiff noch zum Anschlusstor kam. „Jetzt fahren wir hoch erhobenen Hauptes zum Derby. Erstmals liegen wir in der Tabelle vor der Germania, haben zudem noch drei Punkte Vorsprung“, blickt Winni Ronig dem Spiel am Donnerstag  gelassen und sehr zuversichtlich entgegen.

Eigens die Taktik geändert

Germania Lich-Steinstraß: Die Luft ist aktuell raus bei Lich-Steinstraß. Beim Klassiker zwischen den Sportfreunde Düren und der Germanen gingen die Gäste glatt mit 0:3 unter. Von Derby-Stimmung wollten die beiden Trainer aus dem „Möhnewinkel“ nichts wissen. „Das war bei uns sicher heute keine Derby-Atmosphäre“, seufzte Daniel Schmitz. Dabei hatte er eigens für das Spiel die Taktik ein wenig verändert, um den Sportfreunden das fußballerische Leben schwerer zu machen. Aber schon das erste Tor durch Gerrit Klepgen (21.) warf alle Bemühungen über den Haufen.

„Wir haben diesen Treffer in Überzahl kassiert“, ärgerte sich Schmitz, der vor allem grundlegende fußballerische Tugenden bei seinen Akteuren vermisste. Die Laufbereitschaft, der Wille, die gegenseitige Unterstützung – an diesem Tag besaßen Sportfreunde all diese Eigenschaften. Tor Nummer zwei fiel nur eine Minute nach dem ersten Treffer, diesmal war der Ex-Germane Hussein Alawie erfolgreich. Der trug sich auch nach dem Seitenwechsel erneut mit einem Treffer in die Torschützenliste ein. „Wir haben zur Pause wieder auf das alte System umgestellt, erfolglos.“ Damit lag die Niederlage sicher nicht an neuen taktischen Herausforderungen. „Nach Gegentoren gehen bei uns einfach viel zu schnell die Köpfe runter“, kritisierte der Trainer.

Bereits am Donnerstag müssen die Germanen ins nächste Derby. Die Begegnung gegen Welldorf-Güsten vom 18. Spieltag wird Aufschluss geben über die Moral in der Mannschaft und den Einsatzwillen der Germanen.

 

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