Fulminanter Schlussakkord des Ensembles Ouverture

Von: René Blanche
Letzte Aktualisierung:
7672341.jpg
Das Ensemble „Ouverture“ begeisterte mit seinem herausragenden Können und bot einen glanzvollen Abschluss der 10. Schlosskonzert-Staffel. Foto: Blanche

Jülich. Anspruchsvolle Unterhaltungsmusik, die einst am kaiserlichen Hof in Wien in Auftrag gegeben wurde, erwartete die zahlreichen Besucher in der Jülicher Schlosskapelle, als die zehnte Konzertreihe, die durch den Verein Jülicher Schlosskonzerte veranstaltet wurde, am vergangenen Sonntag zu Ende ging.

 Mit fünf Doppelkonzerten des Barock, vorgetragen vom Ensemble Ouverture, setzte man auch bei der diesjährigen Kammerkonzertreihe einen glanzvollen Schlusspunkt. Jeweils zwei Doppelkonzerte stammten aus der Feder von Antonio Vivaldi (1678-1741), zwei waren von Johann Sebastian Bach (1685-1750), und ein weiteres schuf Antonio Salieri.

Das begeisterte Publikum, dass sich besonders beeindruckt vom hohen künstlerischen Niveau der Darbietung zeigte, konnte an diesem Abend die für das Zeitalter des Barock sehr typische Konzertform nachempfinden.

Festlich anmutend

Mit der Tonart Moll werden oft traurige Klänge assoziiert. Dass Stücke in Moll aber nicht zwangsläufig traurig zu klingen brauchen, sondern gar festlich anmuten können, belegen die dreisätzigen Konzerte in Moll sowohl von Vivaldi als auch von Bach, welche in vielerlei Hinsicht vergleichbar sind. Was jedoch bei Vivaldi gefällig und unkompliziert wirkt, wird von Bach formal wie thematisch zur Meisterschaft gebracht.

Auf dem Programm standen Bachs Konzert für Oboe und Violine und Streicher in d-moll, Vivaldis Konzert für zwei Violinen und Streicher in c-moll, Bachs Konzert für zwei Violinen und Streicher in d-moll, Vivaldis Konzert für zwei Violinen und Streichorchester in a-moll sowie Antonio Salieris Konzert für Flöte, Oboe und Streichorchester in C-Dur.

Ihr herausragendes Können zeigten die Solisten Manuel Bilz (Oboe), Alexander Yakoniuk (Violine), Susanne Trinkaus (Violine) und Hans Otto Horch (Violine) sowie Stefan Palm am Cembalo und Arabella Ristenpart mit dem Violincello. Mit einem nicht enden wollenden Applaus bedankten sich die Gäste bei den wundervollen Musikern, die sich nun in die Sommerpause verabschieden. Das nächste Schlosskonzert findet dann am 21. September statt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert