„Für Anschlussstelle Weisweiler werden wir kämpfen”

Von: Antonius Wolters
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Heinz Bellen ist Vorsitzender
Heinz Bellen ist Vorsitzender und Fraktionsgeschäftsführer der UDB Inden. Foto: Wolters

Inden. Mit Volldampf sind die die Unabhängigen Demokratischen Bürger Inden (UDB) ins neue Jahr gestartet. Am 3. Januar wurde notariell die Eintragung der auf inzwischen 20 Mitglieder gewachsenen politischen Gruppierung im Vereinsregister beim Amtsgericht Düren beantragt.

vier Tage später kam das Gros der Mitglieder im Indener Rathaus zu einem Workshop zusammen, um die strategisch-politischen Ziele der UDB zu erarbeiten, die künftig von der UDB-Fraktion in den Indener Ratsgremien vertreten werden sollen. Zudem wurde bei der Gelegenheit durch Geschäftsführer und Webmaster Gregor Krzenziessa-Kall das zuvor freigeschaltete Internet-Portal des Vereins (www.udb-inden.de) präsentiert.

Vorsitzender Heinz Bellen erläuterte bei einer Pressekonferenz, in der die Ergebnisse des Workshops vorgestellt wurden, die Vorgehensweise bei der Zusammenkunft: Jeder Teilnehmer erhielt fünf Karteikarten, auf denen vier politische Themenvorschläge und ein Thema für die Parteiarbeit notiert werden sollten.

Aus der Fülle der Vorschläge legte die Gruppe einvernehmlich fünf Schwerpunktthemen und zehn weitere Einzelthemen fest, die später noch abzuarbeiten sind. „Wir wollen Position beziehen und dafür möglichst Mehrheiten beschaffen”, erläuterte Bellen das anstehende kommunalpolitische Tagesgeschäft, für das sich die UDB Inden bestens gerüstet sieht.

Besondere Bedeutung kommt dabei der Öffentlichkeitsarbeit zu, die via Internet und er „UDB-Info” erfolgt, dessen erste Ausgabe im Dezember in den Briefkästen aller Indener Haushalte lag. Zudem möchten die Vereinsmitglieder bei Veranstaltungen präsent sein und sich auf regelmäßigen Begehungen als Ansprechpartner der Bürger beweisen. Begonnen wird am 2. März, wenn ab 16 Uhr das Gewerbegebiet Pier und später das Vereinsheim des FC Victoria Pier-Schophoven Ziele der ersten Begehung sein werden, um Anliegen und Anregungen der Bürger zu ergründen.

Darüber hinaus möchte die UDB durch Besuche bei Gewerbetreibenden in der Gemeinde erfahren, wo dort „der Schuh drückt”: Den Auftakt bildet bereits am 7. Februar ein Besichtigungstermin bei der Firma Klaus Saatkamp Laserbandschnitte GmbH in Inden/Altdorf.

„Der Erhalt des Schulstandorts Inden liegt uns sehr am Herzen”, sagt Gregor Krzenziessa-Kall, der sich bewusst ist, wie schwer es ist, im unlängst aufwändig sanierten Gebäude der GHS Inden eine integrierte Sekundarschule zu gründen, um jungen Familien ein wohnortnahes Bildungsangebot in der Sekundarstufe I zu bieten.

Die UDB sieht die Gemeindeveraltung Inden als Schulträger in der Pflicht, vor einer weiteren Elternbefragung, die auf die Nachbarkommunen auszuweiten wäre, die vielfältigen Vorteile der neuen Schulform herauszustellen. Doch die UDB fordert nicht nur, sie möchte auch selbst über ihre Internet-Plattform aktiv für eine Sekundarschule Inden informieren und die Werbetrommel rühren.

„Wir dürfen den Frenzern nicht alles nehmen”, sagt Ortsvorsteher Werner Breuer, der mit seinen Parteifreunden von der UDB die Position zum Sportstättenkonzept für den Gemeindeteil festgezurrt hat. Einverstanden ist die UDB zwar mit der Schließung der Sportanlage, dem Abriss des Sportheims und Verkarktung der Flächen als Bauland, sofern der betroffene Verein zustimmt.

Jedoch solle im Gegenzug die jüngst erst ertüchtigte Alte Schule weiter ausgebaut und saniert werden, um räumliche Engpässe bei der Vereinsnutzung zu beheben, zumal die Mitglieder der dem IK Alte Schule Frenz angehörenden Vereine bislang unzählige Arbeitsstunden in ihrer Freizeit in das Gebäude investiert haben.

Ein weiteres Ziel ist der Erhalt der Autobahn-Anschlussstelle Weisweiler. „Dafür werden wir kämpfen”, kündigte UDB-Fraktionsvorsitzender Hermann-Josef Schmitz an, um den Standortvorteil bei der Ansiedlung von Gewerbebetrieben am Kraftwerk Weisweiler nicht aus der Hand zu geben. Im gleichen Atemzug wird die „dogmatische Haltung der Kreis-Grünen” gescholten, die sich für die Schließung in Weisweiler einsetzen, wenn die Anschlussstelle Luchem fertiggestellt worden ist. Nach UDB-Auffassung trägt das Zusammenspiel der Anschlussstellen Weisweiler und Luchem effektiv dazu bei, Indener Ortsteile vom Verkehr zu entlasten.

Auf den ersten Blick erstaunlich mutet es an, dass das Atommüll-Zwischenlager im Forschungszentrum Jülich zu den Schwerpunktthemen zählt. „Da können wir nicht den Mund halten”, macht Ratsherr Herbert Schlächter bei diesem Thema aus seinem Herzen keine Mördergrube. Der UDB ist es völlig unverständlich, wie nahezu alle Kreistagsabgeordneten am Willen der Bürger vorbei verkennen, dass für das Indeland als eine sich auf Tourismus- und Naherholungsfunktion spezialisierende Zukunftsregion andere Schwerpunkte auch in Bezug auf das Image gesetzt werden müssen, anstatt Standort eines Atommüllzwischenlagers zu sein, während in Ahaus ein Zwischenlager besteht, das bis 2036 genehmigt ist. Schlächter:

„Hier werden ohne Not die Perspektiven der Region leichtfertig aufs Spiel gesetzt.”
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