Jülich - „Frühlingserwachen“: Der Lenz gibt sich kühl und Hold zum Fest

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„Frühlingserwachen“: Der Lenz gibt sich kühl und Hold zum Fest

Von: ptj
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Ein Schwert mit Handschutz? Kein Problem. Die Ballonfrau weiß, wie man Luftballons für Kinder verwandelt. Foto: Jagodzinska
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Vater und Sohn im Inneren des Laufballs nach dem Herumtollen. Foto: Jagodzinska

Jülich. Blauer Himmel, Sonnenschein und blühende Blumen. Ideale Voraussetzungen für einen Besuch des Frühlingsfestes im Brückenkopf-Park jedenfalls am Samstag – auch wenn es gut und gerne zehn Grad wärmer hätte sein können, die auch dem etwas grauen Sonntag gut gestanden hätten.

Bescheidene 10 bis 14 Grad Celcius hielten aber etliche Besucher, vor allem Familien mit kleinen Kindern nicht ab, ihren Spaß im malerischen Park-Ambiente zu haben.

Ihr Interesse galt vor allem dem reichhaltigen Angebot der Nideggener Event-Firma Breuerland, die nahe dem Apfelquadrat mit Gokarts, kreativen Trampolins, Hüpfburgen, Bullenreiten, Bubble-Football und Laufbällen mit mindestens 2,5 Metern Durchmesser zum Verweilen einlud.

Ballvergnügen

Besonders aktiv waren Väter, die mit ihren Kindern in den Bällen umhertollten, sogar mit anderen bemannten Exemplaren die Kollision suchten oder den Kids halfen, mit dem schweren Hammer in Händen „den Lukas zu hauen“. Von Schnüren gehaltene Abstopper hielten Innen- und Außenhaut der Laufbälle zusammen und dämpften gleichzeitig den Aufprall, so dass das Vergnügen kaum durch Schmerz gedämpft wurde.

Andere Familien suchten die bunt mit vielen Häkelapplikationen gekleidete Ballonfrau auf, die nach Wunsch einen Luftballon aus ihrem Kastenwagen zum Schwert, zum Hund oder sogar zum Schmetterling zu formen wusste.

Interaktiv oder als „Walk Act“ waren zudem fast alle Bühnenshows gehalten. Das heißt, Künstler wie der Magier Jacomo, Wilhelm der Zauberer oder Jongleur Jeremias waren nah beim staunenden Publikum und banden es in ihre überraschungsreiche Show mit ein – natürlich sehr zur Freude besonders der kleinen Gäste. Wer zu den Klängen des Klangtherapeuten Martin H. Schultze eine Tiefenentspannung erleben wollte, hatte dazu im Klanggarten Gelegenheit. 70 Anbieter hatten sich niedergelassen, diesmal auf Wunsch der Besucher der Vorjahre „in kompakterer Form“, wie Manager Dirk Mommertz vom Juliacum Entertainment Service es auf den Punkt brachte.

Pflanzenwelt

Zum Frühlingsfest besonders interessant waren natürlich Pflanzen und Kräuter, Gräser, Samen und Knollen, verbunden mit Informationen zur Gartengestaltung. Dorit Papenhausen vom Lemoshop aus Willich etwa pries den blühenden Farn „Incarvillea delavayi“ an, eine winterharte Staude mit langer Blütezeit, die „jedes Jahr kompakter wird und in der Sonne und im Schatten stehen kann“. Oder etwa die prachtvolle blaue Schmucklilie „Agapanthus“, „schön im Garten wie im Kübel auf der Terrasse“. Zu den mehr als 100 angebotenen Kräuter- und Heilpflanzen zählten etwa die stark nach Rosen duftende russische Heilpflanze Rosenwurz, „Jiaogulan“, das „Kraut der Unsterblichkeit mit Ginseng-Wirkung“ oder der Wermut, der bei der Herstellung von Absinth Verwendung findet.

Erwähnenswert ist auch das Gemüsesortenprojekt Rheinland Pfalz, das möglichst viele alte, vom Aussterben bedrohte Gemüsesorten „retten“ will. Peter London aus Tetz präsentierte ein breites Bonsai-Sortiment vom Wildapfel, Weißdorn oder Feldahorn aus Deutschland bis hin zum „Ararea“ aus Indonesien. Dazu harmonierten Gartenmöbel und -accessoires und Wohnideen aller Art vom Strandkorb über die festlich gedeckte rustikale Tafel bis zum alles überragenden Holzrahmenhaus. Zum Sortiment Gartenpflege zählten Rasenmäher von fernsteuerbaren Flachmodell bis hin zum Rasentraktor – oder auch zwei kuschelige lebendige Alpakas neben dem Wollartikelstand der Gevelsdorferin Monika Kempf.

Kulinarische Vielfalt

Kleidung und Schmuck waren natürlich ein Muss im Angebot. Wer Hunger oder Durst verspürte, hatte die Qual der Wahl, etwa selbst gebackenes Knoblauchbrot mit Käse vom Maître Fromager & Affineur zu kombinieren, in die Crêperie, die Feldbeckerey oder die Taverne einzukehren. Zum Dessert boten sich Tee und feinstes Gebäck oder eine Waldmeisterbowle an.

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