Jülich - Freizeit-Attraktivität mit Gästehaus-Eröffnung beflügelt

Freizeit-Attraktivität mit Gästehaus-Eröffnung beflügelt

Von: ptj
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Begeistert erobern Kinder zur Eröffnung des Energie-Erlebnis-Pavillon den „Skywalk“. Foto: Jagodzinska

Jülich. Schnell gleitet der Körper durch die zwölf Meter lange spiralförmige Rutschbahn aus Metall im Energie-Erlebnispavillon im neu eröffneten Jugend- und Familiengästehaus (Jufa) in Jülich. Auf dessen Entdeckungsreise hatten die Besucherkinder während der rund einstündigen offiziellen Eröffnung sehnsüchtig gewartet.

Als weiteres Highlight der Energie-Erlebnisstationen auf 180 Quadratmetern und 18 Meter Höhe erwies sich der 20 Meter lange Hochseil-Skywalk, rechts und links mit einem vier Meter hohen Kletterseilkasten versehen. Hier mochten sich die begeisterten Kids ab fünf Jahren noch nicht allzu viele Gedanken über das Thema Energie gemacht haben.

Das änderte sich etwa im „Fun“- Raum, wo es um den Einsatz der gesamten Körperenergie, um Wissen, Schnelligkeit und Koordination geht. Als Spielfeld dient der verwandlungsfähige Boden, der mal Fußballfeld, mal eine Art Wissensspektrum mit Punktesystem und Zeitlimit ist. Eine Frage lautet beispielsweise: Welche Form der Nutzung von Windenergie ist schon seit dem Altertum bekannt?

In einem „Doppelsternsystem“ eine Treppe höher ist eine Kugel zu beobachten, die vorsichtig an der Außenseite der schwarzen Plastikoberfläche in Bewegung gesetzt wird und Umlaufbahnen zieht, bevor sie in eines der Löcher fällt. Dabei wird ihre Bahn sehr unregelmäßig, wenn die Kugel sich dem Zentrum nähert.

Solarmobil und Wii

Im „Solarmobil“ ein paar Meter weiter geht es um die Lenkung des Lichtstrahls auf das Solarpanel eines der Flugzeuge an der Decke des Raumes. Ferner warten unter anderem ein Ball-Labyrinth, Kletterwand und „Wii“-Spiele auf interessierte Besucher.

Was war die Motivation der Stadtwerke Jülich, diesen Erlebnispavillon zu sponsern? „Der Erlebnis-Energiepavillon soll die Energiewende vermitteln und einen Beitrag zur Entwicklung der Region und der Stadt leisten“, erklärt Geschäftsführer Ulf Kamburg auf die Frage des Moderators Gottfried Kern.

Park-Geschäftsführer Hajo Bülles dankte für diesen einzigartigen Pavillon, denn: „Die Zukunft des Brückenkopf-Parks ist massiv abhängig von dem, was hier passiert.“ Auch Bürgermeister Heinrich Stommel sprach von touristischen Entwicklungsmöglichkeiten, jetzt da man im „regional bedeutsamen Freizeitpark und außerschulischen Lernort“ mit Übernachtungsmöglichkeit und wetterunabhängigem Erlebnisparcours den Defiziten begegnet sei.

Alles, was Rang und Namen hat, war zum Festprogramm anlässlich der Eröffnung des ersten Jufa in NRW und des fünften in Deutschland erschienen. Den symbolischen Schlüssel in Form einer großen Energiesparlampe übergab Architekt Walter Jartschitsch an das geschäftsführende Jufa-Vorstandsmitglied Gerhard Wendl. Letzterer bezeichnete die Jufa als „beispielgebendes Projekt mit Leitfunktion“. Er zeigte sich von der Region „mit ganz viel Potenzial“ begeistert und sprach von „gegenseitiger Befruchtung“.

Über 11.000 Buchungen in Jülich sind bereits verzeichnet, mittelfristig rechnen die Investoren mit 27.000 Übernachtungen jährlich. Landrat Wolfgang Spelthahn hat bereits gewettet, dass irgendwann die 30.000-Marke geknackt wird. In allen Jufa-Häusern zusammen werden eine Million Übernachtungen im Jahr verzeichnet. Zuversicht sei also angesagt. Kurzum: „Ein toller Tag für die Region“.

Weihwasser to go

Auf Betreiberwunsch segneten die evangelische Pfarrerin Claudia Konnert und Propst Josef Wolff das Haus ein, oder genauer: „Das Leben derer, die darin leben, soll gesegnet sein“, wie Konnert betonte. Im Gepäck hatte Propst Wolff ein „Weihwasser to go“ und als Gabe ein lichtdurchlässiges hellblaues Kreuz mit Regenbogenfarben im Querbalken.

Als Kontrastpunkt rundete die Jülicher Stadtgarde die Feier mit schwungvoller Polka ab, für die musikalische Begleitung sorgte das Jugendorchester des Musikvereins Rott.

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