„Frauen helfen Frauen“: SPD fordert Bestandsschutz

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Jülich. Gut 40 Jülicher Sozialdemokarten haben sich von Mitarbeiterinnen der Jülicher Beratungsstelle „Frauen helfen Frauen“ über deren Arbeit informieren lassen. Begrüßt wurden die Frauen vom SPD-Vorsitzenden Marco Maria Emunds.

 Einen Ausblick gab Emunds auch auf die Kommunalwahl im nächsten Jahr. Hierbei wolle die SPD nicht mit Personaldiskussionen sondern durch Inhalte Wähler gewinnen.

Zentraler Punkt

Ein zentraler Punkt im Wahlprogramm der Sozialdemokraten ist die Aufrechterhaltung wichtiger Beratungsstellen. Gefordert wird ein „Bestandschutz“. Emunds: „Bei manchen Einrichtungen bemerkt man erst dann, welch gute Arbeit sie machen, wenn sie nicht mehr da sind.“ Die Finanzierung der Beratungsstelle sei bei den letzten Haushaltsberatungen mehr als strittig gewesen. Die Förderung sei, nicht zuletzt dank des Einsatzes der SPD Fraktion, bis 2014 gesichert. Die weitere Entwicklung sei allerdings unsicher.

Diese Einrichtung existiert in Jülich bereits seit 1987. Sie bietet Frauen und Mädchen eine wichtige Anlaufstelle bei unterschiedlichsten Problemen und Fragen. Wie breit das Angebot der Einrichtung dabei ist, wurde während des Vortrages schnell deutlich.

Neben dem Thema der häuslichen Gewalt bieten die drei Fachfrauen auch Hilfestellungen im Bereich der allgemeinen Beziehungsproblematik, bei psychischen Problemen, bei Essstörungen oder Vorfällen mit K.O. Tropfen. Durch Vorträge und Informationsveranstaltungen an Schulen wird auch im Bereich der Prävention einiges getan, um den Problemen vorzubeugen, bevor sie entstehen. Die Zuhörer erfuhren ebenfalls, dass alleine im vergangenen Jahr über 1500 Einzelkontakte mit der Beratungsstelle stattgefunden haben. Dabei kommen die Frauen nicht nur aus Jülich, sondern ebenso aus den umliegenden Kommunen. Die Tatsache, dass im Vergleich dazu die finanzielle Beteiligung dieser Kommunen recht gering bis gar nicht vorhanden ist, sorgte für kritische Nachfragen der Genossen.

Sechs Verwaltungen

Die Jülicher SPD setzt für einen Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit ein. Im Nordkreis lebten alleine in Jülich, Linnich, Titz und Aldenhoven rund 70 000 Einwohner, die von vier Verwaltungen betreut würden. Nehme man die Gemeinden Inden und Niederzier hinzu, seien es rund 87 000 Einwohner und sechs Verwaltungen. Das sei, so die Genossen in ihren Wahlprogramm, „ein großer Berg an unnötigen Kosten und Bürokratie, den wir abbauen wollen.“ Unter Verweis auf die „katastrophale“ Finanzlage der Stadt Jülich und den hohen Personalkosten sei „eine Bündelung paralleler Arbeitsabläufe“ in den Kommunen geboten, damit „sich die Verwaltungsmitarbeiter auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können“.

Zuwachs bei Mitgliedern

Nach Angaben von Emunds verzeichnet auch der Jülicher Ortsverein Neueintritte. Grund ist das SPD-Mitgliedervotum über den Koalitionsvertrag mit der CDU/CSU. Emuns betonte, dass die Aussage im Bundestagswahlkampf, dass das „Wir“ entscheidend sei, keine Worthülse gewesen sei. „Im Gegenteil, wir meinen es ernst mit der aktiven Mitbestimmung in unserer Partei“, so der OV-Vorsitzende.

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