Jülich - Forschungszentrum: Neues Gästehaus ist auf goldenem Weg

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Forschungszentrum: Neues Gästehaus ist auf goldenem Weg

Von: Antonius Wolters
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Kunst hinterm Gästehaus: Das Forschungszentrum will sich von seinem Ende der 70er Jahre errichteten Backsteinbau im Jülicher Nordviertel trennen und setzt auf eine Investorenlösung. Foto: Wolters

Jülich. Das Hochhaus mit den Backstein-Klinkern an der Ecke Berliner/Münchener Straße sieht zwar von außen noch recht proper aus, doch das Forschungszentrum Jülich (FZJ) ist fest entschlossen, sich von seinem zehnstöckigen Gästehaus zu trennen, das Ende der 70er Jahre gebaut wurde.

„Wir wissen nun, was wir wollen”, erläuterte Peter Schäfer, der stellvertretende Pressesprecher der Großforschungseinrichtung, das Ergebnis eines längeren Überlegungsprozesses, der in der europaweiten Ausschreibung für den Bau eines neuen Gästehauses mündete. Erste Ergebnisse sollen Mitte Dezember vorliegen.

Das in die Jahre gekommene Gästehaus, das mit großem finanziellen Aufwand saniert werden müsste, spielt in den Planspielen keine Rolle mehr und soll veräußert werden, sobald Ersatz geschaffen worden ist. Das Forschungszentrum möchte diesmal nicht selbst als Bauherr auftreten, sondern die Errichtung und den späteren Betrieb in der Kernstadt Jülich einem privaten Investor überlassen, der das Gebäude auch noch mit anderen Nutzungsmöglichkeiten kombinieren könne.

„Wir suchen einen Investor mit guten Ideen”, spielt Schäfer auf Pläne für den Bau eines Jugendgästehauses an, das Nutzer des geplanten Schwimmleistungszentrums beherbergen könnte. Gleichwohl gibt es keine Vorgaben für den genauen Standort des Neubaus, zumal das Forschungszentrum ohnehin über kein Grundstück in Innenstadtnähe verfügt.

Neben dem genannten Kriterienkatalog, den Bewerber erfüllen müssen, lockt das FZJ mit einer vertraglich fixierten Belegung von 30 Appartements über einen Zeitraum von 20 Jahren - darauf lässt sich sicherlich eine tragfähige Finanzierung aufbauen.

„Das ist die einzige Chance, den Markt zu befragen”, begrüßt Landrat Wolfgang Spelthahn die Ausschreibung, die sehr im Interesse der Stadt und des Kreises sei. „Das Forschungszentrum hat Gold in der Hand”, liefen sich angesichts eines Investitionsstaus bei Hotelbauten einige Interessenten schon warm. Da sei das FZJ als Basis „der Schlüssel zu allem”. Für Stadt und Kreis komme es nun darauf an, die „bestmöglichen Nebeneffekte” zu erzielen. Spelthahns Zwischenfazit: „Es geht in die richtige Richtung voran.”
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