Forschung am Schaufelrad

Letzte Aktualisierung:
mittwochbu
Die Grabungssituation auf der Aldenhovener Platte zu Beginn der 1970er Jahre.

Jülich. Im Rahmen des Mittwochsclubs von Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. und Museum Zitadelle Jülich, findet in der Schlosskapelle der Zitadelle Jülich ein Vortrag statt. Dr. Rudolph Kuper von der Universität zu Köln referiert am Mittwoch, 26. Januar, um 19.30 Uhr über das Thema: „Forschung vor dem Schaufelrad. Von der Studenteninitiative zur Siedlungsarchäologie der Aldenhovener Platte.”

Das Museum Zitadelle Jülich hat mit dem Jülicher Geschichtsverein und dem Institut für Ur- und Frühgeschichte der Uni Köln innerhalb des Mittwochsclubs eine Vortragsreihe zum Thema „Wissenschaft im Wandel der Zeit - Rückblick, Zwischenbilanz und Perspektive zu 50 Jahren archäologischer Forschung auf der Aldenhovener Platte” ins Leben gerufen. Ziel ist es, in den kommenden Jahren die Archäologie der Aldenhovener Platte mit ihren Ergebnissen stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Die 1965 am Rande des Tagebaus Inden begonnene Ausgrabung einer Siedlung der jungsteinzeitlichen Rössener Kultur wurde nicht nur zur damals großflächigsten Grabung Mitteleuropas, sondern zugleich zum Auftakt eines der größten landschaftsarchäologischen Forschungsprojekte weltweit. Die in Inden beteiligten Kölner Studenten erkannten die Chancen, die der weiträumige Braunkohleabbau für siedlungsgeschichtliche Fragen bietet, wenn es gelingt, die archäologische Arbeitsweise den Bedingungen des Großbetriebs anzupassen, um so Funde und Befunde vor dem Schaufelrad zu erfassen.

Eine regelmäßige Überwachung der Baggerkanten ergab innerhalb von zwei Jahren ein überraschend dichtes Bild -Êvor allem der bandkeramischen Besiedlung -Êdas die Deutsche Forschungsgemeinschaft überzeugte, mit dem Projekt „Siedlungsarchäologie der Aldenhovener Platte” den Versuch zu unterstützen, von 1971 bis 1973 im Vorfeld des Tagebaus „Zukunft” eine ganze Kleinlandschaft auszugraben. Der Vortrag schildert Entstehung, Verlauf und erste Ergebnisse dieses Pilotprojektes der Braunkohlenarchäologie. Der Eintritt ist frei.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert